Im unterfränkischen Bundorf ging einer der größten Solarparks in Deutschland ans Netz. Etwa ein Drittel der 125 Megawatt großen Erneuerbaren-Energien-Anlage wurde in Bürgerhand realisiert.

Im unterfränkischen Bundorf ging einer der größten Solarparks in Deutschland ans Netz. Etwa ein Drittel der 125 Megawatt großen Erneuerbaren-Energien-Anlage wurde in Bürgerhand realisiert. (Bild: Lapp)

Ohne Solarenergie geht es nicht. Damit die Energiewende gelingt, müssen laut Europäischer Union bis 2030 auf dem Kontinent Photovoltaikanlagen mit mindestens 600 Gigawatt (GW) in Betrieb sein. Dazu müssen pro Jahr 60 GW zugebaut werden und damit mehr als das Doppelte von heute. Dazu braucht es große Solar-Projekte, die nur erfahrene Projektentwickler schnell und zuverlässig in einem vorgegebenen Kostenrahmen ausführen können.

Am Solarboom kann sich jeder beteiligen – auch ohne eigenes Hausdach, wie das Beispiel Bürger-Solarpark, Bundorf zeigt. Einen guten Namen als Anbieter von integrierten, innovativen Energielösungen für Unternehmen und Kommunen hat sich Maxsolar gemacht. Das Unternehmen mit Sitz in Traunstein errichtet und betreibt Photovoltaikanlagen, Energiespeicher, Ladeinfrastruktur sowie Wind- und Wärmelösungen in integrierten Systemen maßgeschneidert nach dem Baukastenprinzip.

Solarpark in Bundorf: Sichere Rendite

Ein neuer Bürgersolarpark von Maxsolar hat in Bundorf in Unterfranken seinen Betrieb aufgenommen. Er leistet in der Spitze 125 Megawatt, das reicht rechnerisch aus, um 37.500 Haushalte zu versorgen. An dem Solarpark können sich die Bürgerinnen und Bürger über die EnergieGenossenschaft Inn-Salzach eG beteiligen.

  • Die derzeit über 1.600 Mitglieder beteiligen sich an umweltfreundlichen Energieprojekten, 20 Projekte wurden bereits deutschlandweit realisiert, hauptsächlich Photovoltaikanlagen.
  • Seit zwei Jahren betreibt die Genossenschaft auch Fernwärmenetze und E-Ladesäulen – wie dies auch in Bundorf geplant ist. Schon mit einer Einlage ab 150 Euro (plus 5 Euro Aufgeld) pro Anteil kann jeder mitmachen, auch aus anderen Regionen. Dafür erhalten die Mitglieder eine jährliche Dividende, die im Geschäftsjahr 2021 bei 4,44 Prozent lag.
  • Neben sicheren Einnahmen erhalten die Teilhaber die Gewissheit, etwas für eine saubere Energieversorgung und für den Schutz des Klimas zu tun.

Beste Qualität

Damit ein Projekt dieser Größenordnung termingerecht über die Bühne geht, braucht Maxsolar verlässliche Partner, die Komponenten in guter Qualität sowie in großer Menge pünktlich liefern können. Bei den Verbindungslösungen verlässt sich das Unternehmen schon lange auf den Weltmarktführer für integrierte Lösungen im Bereich der Kabel- und Verbindungstechnologie.

Lapp liefert Niederspannungskabel aus Aluminium vom Typ NAYY-O 1x300 RM 0,6/1kV. Außerdem Mittelspannungskabel aus Aluminium vom Typ NA2XS(F)2Y 1X630 RM/35 18/30kV mit einem Querschnitt von 630 mm2 für die Anbindung ans Stromnetz.

Lapp liefert leistungsfähige high-tech Kabel mit einer besonderen Witterungsbeständigkeit gegen Hitze, Wind und Frost.
Lapp liefert leistungsfähige high-tech Kabel mit einer besonderen Witterungsbeständigkeit gegen Hitze, Wind und Frost. (Bild: Lapp)
Es werden nur die Kabel angeliefert, die zeitnah verlegt werden.
Es werden nur die Kabel angeliefert, die zeitnah verlegt werden. (Bild: Lapp)

Just-in-time

Eine Spezialität von Lapp ist die Unterstützung bei der Terminplanung zur Anlieferung auf der Baustelle. Die erfolgt just-in-time, also genau dann, wenn das Kabel verlegt werden soll. Andere Kabelhersteller dagegen liefern das Kabel aus, wenn es in der Fabrik fertig produziert ist. Dann stehen tonnenschwere Kabeltrommeln möglicherweise wochenlang auf der Baustelle herum und nehmen wertvollen Platz weg.
Der Kabelhersteller profitiert von seinen Lagern in Hannover und in Biskupice in Polen, von wo große Projekte für erneuerbare Energien beliefert werden. Dort liegen gängige Kabeltypen – geschützt und versichert – in ausreichenden Mengen auf Vorrat, auch kurzfristige Lieferungen sind möglich, ebenso Teillieferungen auf Abruf.
Das Unternehmen veranlasst gemeinsam mit dem Kunden, dass ein geeigneter Kran zum Entladen punktgenau vor Ort ist – nicht zu früh und nicht zu spät –, so werden Termine eingehalten und die hohen Kosten für den Kran werden minimiert.

Automation NEXT Conference 2024

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Grüner Strom für alle aus Solarenergie
Grüner Strom für alle aus Solarenergie (Bild: Lapp)

Rahmenvertrag wird erweitert

In Bundorf lieferte Lapp die Nieder- und Mittelspannungskabel, nicht allerdings die Gleichspannungs-Solarleitungen zum Verkabeln der 250.000 Solarmodule. Hier griff der Projektentwickler auf ein Kontingent aus einem noch bestehenden Rahmenvertrag mit einem Wettbewerber zurück. Für künftige Projekte hat Maxsolar einen neuen Rahmen-vertrag zur Lieferung von Solarleitungen mit Lapp abgeschlossen.

Wie schon bei früheren Projekten wird der Kabelhersteller dort auch Lichtwellenleiter zur Kommunikation in der Anlage liefern sowie Zubehör zum Verlegen der Kabel. „Wir schätzen die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Lapp“, lobt Thomas Borkenhagen, Teamleiter für die technische Beschaffung bei Maxsolar. Vereinbarte Lieferzeiten werden eingehalten und die Kabel haben die definierte Ausführung und Qualität. „Aufgrund der guten Erfahrungen haben wir die Zusammenarbeit stetig erweitert, und wir setzen regelmäßig Lösungen von Lapp in allen Bereichen unserer Photovoltaik-Parks ein.“

Sonnenblumen im Solarpark Bundorf
Sonnenblumen im Solarpark Bundorf (Bild: Lapp)

Solarparks: Ein Refugium für Pflanzen und Tiere

Photovoltaik-Freiflächenanlagen sollen einen positiven Beitrag zu Klimaschutz, Biodiversität, Natur- und Umweltschutz sowie zur ländlichen Entwicklung leisten. Die Checkliste „Gute Planung“ des Bundes-verbands Neue Energiewirtschaft (bne) erklärt das Wie. Maxsolar hat diese Selbstversicherung als eines der ersten Unternehmen unterzeichnet. In Bundorf kombiniert das Unternehmen verschiedene Maß-nahmen, um den Solarpark optimal ins Landschaftsbild zu integrieren und wertvolle Lebensräume für Pflanzen- und Tierarten zu schaffen:

  • Wildtierkorridor: Der Solarpark in Bundorf durchkreuzt natürliche Wildwanderwege. Ein Wildtierkorridor durch den Solarpark erhält natürliche Wildrouten.
  • Magergraswiesen: Trockenwiesen sind ein Paradies für Schmetterlinge und Bienen, sind aber vom Aussterben bedroht, weil dieser Wiesentypus landwirtschaftlich kaum genutzt werden kann. In vielen großen Solarparks werden daher Magergraswiesen gesät. Studien belegen, dass dies die Biodiversität erhöht.
  • Regionales Saatgut: Bei der Eingrünung seiner Solarparks setzt das Unternehmen auf Blumen und Hecken, die in der Region natürlich vorkommen und als wertvolle Nahrungsquelle für Tiere dienen können. Auch optisch sind die Blühwiesen mit Arten wie der Kornblume oder dem Berg-Sandglöckchen ein Hingucker.

Quelle: U.I. Lapp GmbH, Stuttgart / bearbeitet von Susanne Rick

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