Franke Linearsysteme übertragen das Funktionsprinzip der eingelegten Laufbahnen aus den Drahtwälzlagern in lineare Achsen. Die große Variabilität dieses Prinzips eröffnet viele Möglichkeiten.
Redaktion Automation NEXTRedaktionAutomation NEXT
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Das Prinzip der Linearführungen von Franke. Großformatige Laufrollen stützen sich kreuzweise auf Stahllaufbahnen ab. Laufwagen und Schienenkörper bestehen aus Aluminium und erlauben dynamische Bewegungen dank geringer MassenFranke
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Franke Linearsysteme bestehen aus einem leichten Aluminium-Grundkörper mit nadel- oder kugelgelagerten Laufrollen aus Stahl oder Niro und sind völlig wartungsfrei. Spezielle Deckscheiben an den Laufrollen dichten die Lagerung nach außen ab. Laufrollen in O-Anordnung gewährleisten eine gleich hohe Belastbarkeit aus allen Richtungen. Die Laufrollen sind mit einer Nut versehen, die an das Profil der Laufbahn angepasst ist. Durch dieses System der geführten Rolle werden die Laufrollen seitlich geführt und ein gleichmäßig leichter und leiser Lauf erreicht. Schienen- und Kassettenprofile können darüber hinaus kundenspezifisch angepasst werden.
Hohe Dynamik bei geringer Antriebsenergie
Die Konstrukteure zahlreicher Unternehmen achten mittlerweile auch bei Linearsystemen auf geringe zu bewegende Massen. Die Aluminium-Rollenführung der Franke GmbH erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 10 m/s sowie Beschleunigungen von bis zu 40 m/s². Die Führungen besitzen ein gutes Ansprechverhalten bei hohen Wiederholraten. Stick-Slip-Effekte treten nach Unternehmensangaben nicht auf, sodass das Führungssystem unmittelbar seine volle Leistung erreicht. Das niedrige Gewicht der Aluminium-Komponenten ermöglicht hohe Geschwindigkeiten bei geringer Antriebsenergie.
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Wartungsfreie Systeme werden verstärkt angefragt. Zielvorgaben beim Verpacken von beispielsweise Lebensmitteln, Pharmazie-, Chemie- oder Technikprodukten sind hohe Flexibilität und Produktivität bei geringen Wartungs- und Stillstandzeiten. Der Trend geht in der Verpackungsindustrie aus diesen Gründen zunehmend in Richtung Wartungsfreiheit.
Franke Linearführungen sind für den wartungsfreien Betrieb ausgelegt. Die Nadellager der Laufrollen besitzen eine Lebensdauerschmierung. Durch die geschlossene Bauform wird der Austritt von Schmierstoffen vermieden und ein Nachschmieren überflüssig. Vollständig schmierstofffreie Varianten der Führung sind für spezielle Einsatzfälle ebenfalls erhältlich.
Speziell eingesetzte Niro-Komponenten machen das Führungssystem auf Wunsch lebensmitteltauglich und abwaschbar. Auch gegenüber aggressiven Medien wie Salz, Molke oder Säure sollen die Führungen beständig sein. Hohe hygienische Anforderungen beim Verpacken von Lebensmitteln werden laut Hersteller durch eine Reinraum-Zertifizierung berücksichtigt.
Flexible Baugrößen und kundenspezifische Anpassungen
Franke Aluminium-Rollenführungen sind in sechs Größen erhältlich – von der kompakten Größe 12 bis zur größeren Ausführung 45. Die kleinen Baugrößen begünstigen zusätzlich die Dynamik. Alle Größen sind mit einteiligen Schienenlängen bis zu vier Metern lieferbar. Längere Hubstrecken lassen sich durch koppelbare Schienen realisieren. Zubehör wie Klemmungen, Faltenbälge und Metallabstreifer ergänzt das Sortiment.
Der Sensor des Messsystems ist in den 3D-gedruckten Kunststoffabstreifer integriert. Der Abstreifer säubert das Maßband und erlaubt es dem Sensor, die Position des Laufwagens exakt zu messen.Franke
Wesentlich ist auch, dass die Laufbahnen in kundenspezifische Aluminiumprofile eingebracht werden können. Die Gestaltung der Laufwagen ist ebenfalls frei definierbar. Zusätzliche Komponenten wie Spindelgehäuse oder Messsysteme können integriert werden. Ähnlich wie bei Drahtwälzlagern steht dabei die Realisierung der linearen Bewegung im Mittelpunkt. Die Konstruktion lässt sich so an die jeweiligen Anforderungen der Anwendung anpassen.
Neu im Sortiment sind Linearführungen mit integriertem Messsystem. Dieses wurde entwickelt, um Positionen auch in anspruchsvollen und schwer zugänglichen Anlagen präzise bestimmen zu können. Das System ist als Plug-and-Play-Lösung konzipiert und laut Hersteller mit allen gängigen Steuerungsprogrammen kompatibel.
Eine spezielle Nut in der Führungsschiene ermöglicht es, das Messband direkt in das Profil einzusetzen. Dadurch soll der gleichmäßige Lauf des gesamten Moduls erhalten bleiben. Die Anschraubbohrungen der Führungsschiene werden weder verändert noch verdeckt.
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Der Sensor ist in einen 3D-gedruckten Halter im Abstreifer integriert. Dadurch verändert sich die Baugröße gegenüber herkömmlichen Linearmodulen ohne Messsystem nur geringfügig. Die Integration soll zudem eine einfache Montage und Wartung ermöglichen. Die Unempfindlichkeit gegenüber Verschmutzung bleibt nach Herstellerangaben erhalten.
Auch die Abnehmbarkeit des Laufwagens von der Schiene bleibt bestehen. Mehrere Schienen lassen sich weiterhin miteinander koppeln, sodass Gesamtlängen von bis zu 50 Metern möglich sind.
Darüber hinaus können die meisten bestehenden Franke-Linearführungen mit geringem Aufwand nachgerüstet werden. Ausgenommen sind lediglich die amagnetischen Linearführungen vom Typ FDD sowie die vakuumtauglichen Ausführungen vom Typ FDI.
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Was Sie zu Franke-Linearführungen wissen müssen
1. Welche Geschwindigkeiten erreichen Franke-Linearführungen? Die Führungen erreichen Geschwindigkeiten bis 10 m/s und Beschleunigungen bis 40 m/s².
2. Warum sind Franke-Linearführungen wartungsfrei? Die Laufrollen besitzen eine Lebensdauerschmierung und sind abgedichtet. Ein Nachschmieren ist nicht erforderlich.
3. Eignen sich die Linearführungen für die Lebensmittelindustrie? Ja, spezielle Ausführungen mit Niro-Komponenten sind abwaschbar und für hygienisch anspruchsvolle Anwendungen geeignet.
4. Welche Vorteile bietet das integrierte Messsystem? Es ermöglicht eine präzise Positionsbestimmung bei nahezu unveränderter Baugröße und einfacher Integration.
5. Können bestehende Linearführungen nachgerüstet werden? Ja, die meisten Modelle sind nachrüstbar. Ausgenommen sind die Typen FDD und FDI.