In Leichtbaurobotern zählt jedes Gramm und jeder Millimeter. Franke Drahtwälzlager ermöglichen kompakte, präzise und individuell anpassbare Gelenkkonstruktionen – mit geringem Gewicht, definierbarem Drehwiderstand und hoher Gestaltungsfreiheit für moderne Mensch-Roboter-Kollaboration-Anwendungen.
Gerhard ReiningerGerhardReiningerÖffentlichkeitsarbeit, Franke Drahtwälzlager
2 min
Franke-Drahtwälzlager ermöglichen kompakte, leichte und präzise Robotergelenke – eine wichtige mechanische Grundlage für flexible Leichtbauroboter und moderne Mensch-Roboter-Kollaboration.Franke Drahtwälzlager
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Mensch-Roboter-Kollaboration-Systeme
(MRK) kommen heute in zahlreichen Branchen zum Einsatz – von der
Automobilproduktion über die Logistik bis hin zur Pflege und Medizin. Dabei
übernehmen sie zunehmend Aufgaben, die für Menschen unbequem, gefährlich oder
zu monoton sind, und entlasten dadurch Arbeitskräfte nachhaltig. Leichtbauroboter,
die ohne großen Installationsaufwand flexibel eingesetzt werden können, müssen
hohen Anforderungen gerecht werden: schlanke Bauweise, geringes Gewicht, sehr
hohe Beweglichkeit und präzise Steuerbarkeit.
Die Schlüssel zu diesem
Erfolg liegen nicht nur in intelligenter Sensorik und fortschrittlicher
Steuerungstechnik, sondern auch in mechanischen Komponenten wie den
Drahtwälzlagern von Franke, die in Robotergelenken eine entscheidende Rolle
spielen.
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Mechanische Präzision für moderne Robotik
Der entscheidende
Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Kugellager und einem Franke-Drahtwälzlager liegt in den Laufringen. Beim Drahtwälzlager rollen die
Wälzkörper nicht auf massiven Gehäuseringen, sondern auf filigranen Drähten.
Die Flexibilität des Franke-Prinzips erlaubt es, freier und einfacher zu
konstruieren, um bessere Produkte zu entwickeln.
Drahtwälzlager bieten
Konstrukteuren sehr große Freiheiten, da sie eine hohe Integrationsfähigkeit in
bestehende Designs ermöglichen. Durch die kompakte Bauweise und die
Möglichkeit, die umschließende Konstruktion in verschiedenen Materialien und
Geometrien zu gestalten, lassen sich spezifische Anforderungen wie
Bauraumoptimierung, Gewichtsreduktion und Anpassung an besondere
Umgebungsbedingungen erfüllen. Dies erleichtert die Entwicklung effizienter und
leistungsfähiger Roboter.
Geringes Gewicht durch freie Materialwahl der Konstruktion
Das in ein umschließendes
Gehäuse integrierte Drahtwälzlager nimmt Kräfte aus allen Richtungen auf. Um
Drahtwälzlager den Anforderungen des Einsatzfalles anzupassen, stehen
zahlreiche Möglichkeiten in Bezug auf Drahtprofil, Anschliff, Kugeldurchmesser
und Material zur Verfügung. Durch die Verwendung leichter Materialen und
modernster Fertigungsmethoden ermöglicht der Einsatz von Drahtwälzlager große
Gewichts-, Energie- und Platzeinsparungen bei vergleichbarer Steifigkeit und hoher
Präzision über die gesamte Lebensdauer.
Prinzipvergleich eines herkömmlichen Kugellagers (links) mit gehärteten Gehäuseteilen gegenüber einem Drahtwälzlager (rechts).Franke Drahtwälzlager
Moderne
Fertigungstechnologien wie 3D-Druck ermöglichen es Franke, maßgeschneiderte
Drehverbindungen herzustellen, deren Leistung Aluminiumlagern in nichts
nachsteht – bei gleichzeitig stark reduziertem Gewicht. Durch den Einsatz von
3D-Druck sind bei Drehverbindungen Gewichtsreduktionen von bis zu 90 % im
Vergleich zu herkömmlichen Stahllagern möglich. Die additive Fertigung erlaubt
zudem die Produktion von individuellen Geometrien und die Herstellung kleiner
Losgrößen bis hin zu Einzelstücken, was für Prototypen und spezialisierte
Anwendungen von Vorteil ist.
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Ein zunehmend wichtiges
Thema in der Robotik ist die Nachhaltigkeit. Die Drahtwälzlager von Franke bieten
durch ihren modularen Aufbau eine sehr hohe Flexibilität und erlauben den
Einsatz von umweltfreundlichen Materialien für die umschließende Konstruktion wie
recyceltem Aluminium, 3D-Druck, Kunststoff oder sogar Hochleistungspolymeren. Damit
unterstützen sie den Trend zu nachhaltigeren Produktionsprozessen.
Definierter Drehwiderstand – für gleichförmige Bewegungen und
präzise Steuerung
Materialmix: Der Werkstoff der umschließenden Konstruktion ist frei wählbar.Franke Drahtwälzlager
Die Einstellbarkeit des
Drehwiderstandes bei Drahtwälzlagern ist eine ihrer besonderen Eigenschaften,
die sie für Anwendungen mit individuellen Anforderungen an Reibung und
Beweglichkeit prädestiniert. Drahtwälzlager bestehen aus einem inneren und
äußeren Laufring, in denen Wälzkörper laufen. Diese Konstruktion ermöglicht es,
den Drehwiderstand durch Anpassung der Vorspannung der Lager zu beeinflussen.
Durch das gezielte Justieren der Vorspannung lässt sich die Lagersteifigkeit
erhöhen oder verringern, wodurch sich auch der Drehwiderstand verändert. Eine
höhere Vorspannung führt zu einem höheren Drehwiderstand und damit zu einer
höheren Steifigkeit. Dies ist vorteilhaft für Anwendungen, die eine hohe
Präzision und Stabilität erfordern, wie beispielsweise Robotergelenke oder
Präzisionsmaschinen.
Gerade in kompakten
Robotersystemen ist die Möglichkeit, den Drehwiderstand einzustellen, von
großem Vorteil. Er kann so angepasst werden, dass eine optimale Balance
zwischen Beweglichkeit und Stabilität erreicht wird. Beispielsweise kann in
Leichtbaurobotern ein niedriger Widerstand für energieeffiziente Bewegungen
bevorzugt werden, während in hochpräzisen Montageprozessen eine höhere
Vorspannung für maximale Genauigkeit sorgt.
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Praxisbeispiele:
Kollaborative Roboter (Cobots): Ein fein abgestimmter Drehwiderstand
erlaubt eine präzise Führung der Arme und gleichzeitig eine sichere Interaktion
mit Menschen.
Medizintechnik: In chirurgischen Robotern ist eine
hohe Präzision gefragt, weshalb hier oft ein individuell einstellbarer
Drehwiderstand erforderlich ist.
Automatisierte Produktionsanlagen: Hier werden Lager je nach Beanspruchung und benötigter
Beweglichkeit eingestellt, um maximale Effizienz und Langlebigkeit zu
gewährleisten.
FAQ: Mechanik für kollaborative Robotik
1. Warum eignen sich Drahtwälzlager besonders für kollaborative Roboter (Cobots)? Drahtwälzlager ermöglichen kompakte und leichte Gelenkkonstruktionen mit hoher Präzision. Sie bieten eine große Gestaltungsfreiheit, lassen sich individuell anpassen und unterstützen dadurch die Anforderungen moderner Leichtbauroboter in der Mensch-Roboter-Kollaboration.
2. Worin unterscheiden sich Drahtwälzlager von herkömmlichen Kugellagern? Der wesentliche Unterschied liegt in den Laufringen: Die Wälzkörper rollen bei Drahtwälzlagern auf filigranen Drähten statt auf massiven Gehäuseringen. Dadurch lassen sich Lager flexibler in unterschiedliche Konstruktionen integrieren und platz- sowie gewichtsoptimiert auslegen.
3. Welche Vorteile bieten Drahtwälzlager hinsichtlich Gewicht und Nachhaltigkeit? Durch die freie Materialwahl für die umschließende Konstruktion – beispielsweise Aluminium, Kunststoff oder Hochleistungspolymere – lassen sich Gewicht, Energieverbrauch und Bauraum reduzieren. Mithilfe des 3D-Drucks sind Gewichtsreduzierungen von bis zu 90 Prozent gegenüber herkömmlichen Stahllagern möglich. Zudem können nachhaltige Materialien wie recyceltes Aluminium eingesetzt werden.
4. Welche Bedeutung hat der einstellbare Drehwiderstand? Der Drehwiderstand lässt sich über die Vorspannung des Lagers gezielt anpassen. So kann je nach Anwendung ein optimaler Kompromiss zwischen Beweglichkeit und Stabilität erreicht werden – etwa für energieeffiziente Bewegungen in Leichtbaurobotern oder höchste Präzision in Montage- und Medizinanwendungen.
5. In welchen Anwendungen kommen Drahtwälzlager zum Einsatz? Typische Einsatzgebiete sind kollaborative Roboter, chirurgische Robotersysteme sowie automatisierte Produktionsanlagen. Je nach Anwendung wird der Drehwiderstand individuell eingestellt, um Präzision, Sicherheit, Effizienz und Langlebigkeit zu optimieren.