Für mehr Anlagensicherheit
Modernisierte Ofensteuerung minimiert Ausfallrisiken
Veraltete Schaltschränke, dezentrale Bedienung und steigende Anforderungen an die Verfügbarkeit: Piller modernisierte am Standort Osterode sieben Kammeröfen grundlegend. Mit neuer Automatisierungs-, Sicherheits- und Visualisierungstechnik entstand eine Lösung, die Ausfallrisiken reduziert und die Bedienung deutlich vereinfacht.
Die überarbeitete Gesamtanlage bei der Piller Group
Piller Group
Strom ist ein zentraler Baustein für
Wohlstand, Sicherheit und Wohlbefinden. Er schafft Wärme und Licht, ermöglicht
Kommunikation und sorgt für Mobilität. In Bereichen, in denen Menschenleben von
einer zuverlässigen Stromversorgung abhängen, ist er sogar lebensnotwendig.
Daher werden in bestimmten Branchen Maßnahmen ergriffen, um das Ausfallrisiko
so gering wie möglich zu halten.
Dazu zählen sowohl rotierende als
auch statische Systeme zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV), die zur
Überbrückung bei Stromausfällen dienen. Ein bekannter Anbieter solcher
USV-Systeme ist die Piller Group.
Das Unternehmen besitzt am Standort
Osterode am Harz sieben Kammeröfen, die bereits seit einigen Jahren in
Benutzung waren und eine Modernisierung erforderten. Die Schaltschränke samt
Inhalt sollten ausgetauscht und mit einer neuen Steuerung versehen werden, die
als Programmregler und als Regler im Dauerbetrieb fungieren sollte. Des
Weiteren mussten Frequenzumrichter und die Sicherheitstemperaturbegrenzer sowie
der an jedem Ofen vorhandene Bedienschaltschrank ersetzt werden. Im Zuge der
Modernisierung sollte zugleich die Bedienung zentralisiert und übersichtlich gestaltet
werden.
Lösungsansatz
Nach einer detaillierten Analyse
durch das Jumo-Engineering konnte in enger Zusammenarbeit von Piller Group, Jumo
und Magg Elektroanlagen, einem Systempartner von Jumo, eine individuelle Lösung
erarbeitet und umgesetzt werden. Die Anlagensteuerung und -automatisierung
erfolgt über den Jumo VariTron 500, der zur Sicherung der Anlagenautarkie für
ein System von zwei Öfen eingesetzt wird. Insgesamt wurden also vier Systeme
realisiert. Die SmartWare-Evaluation-Software übernimmt die Aufzeichnung und
die Visualisierung der Daten.
Um die Anlagensicherheit zu erhöhen,
wurde zusätzlich für jeden einzelnen Ofen ein Jumo-Sicherheitstemperaturbegrenzer
eingebaut. Magg Elektroanlagen war für die Schaltplanerstellung, die Planung
und den Bau des neuen Schaltschranks zuständig. Das Unternehmen kümmerte sich
um den Einbau der Frequenzumrichter, des Jumo VariTron 500 mit allen Ein- und Ausgängen
und dem Bedienpanel sowie der Sicherheitstechnik in Form von Jumo-Sicherheitstemperaturbegrenzern.
Ebenso war es der Ansprechpartner für die Lieferung, Aufstellung und
Verkabelung der Anlage.
Auf diese Weise können auftretende Störungen
frühzeitig erkannt und adäquate Gegenmaßnahmen wie beispielsweise die
Abschaltung von Anlagenteilen oder die Alarmierung des technischen Personals
ergriffen werden.
FAQ: Modernisierte Ofensteuerung bei Piller
1. Warum wurden die Kammeröfen am Standort Osterode modernisiert?
Die sieben Kammeröfen waren bereits seit einigen Jahren im Einsatz. Veraltete Schaltschränke, dezentrale Bedienung und steigende Anforderungen an die Anlagenverfügbarkeit machten eine grundlegende Modernisierung erforderlich.
2. Welche Komponenten wurden im Zuge der Modernisierung ersetzt?
usgetauscht wurden unter anderem die Schaltschränke samt Inhalt, die Steuerung, Frequenzumrichter, Sicherheitstemperaturbegrenzer sowie die Bedienschaltschänke an den einzelnen Öfen.
3. Welche Rolle übernimmt der Jumo VariTron 500 in der Anlage?
Der Jumo VariTron 500 übernimmt die Anlagensteuerung und -automatisierung. Er wird jeweils für ein System aus zwei Öfen eingesetzt, um die Anlagenautarkie zu sichern.
4. Wie werden Daten erfasst und visualisiert?
Die Aufzeichnung und Visualisierung der Daten erfolgt über die SmartWare-Evaluation-Software. Dadurch werden die Prozesse übersichtlicher und zentral nachvollziehbar.
5. Wie trägt die neue Lösung zur Anlagensicherheit bei?
Für jeden Ofen wurde ein Jumo-Sicherheitstemperaturbegrenzer eingebaut. Störungen können dadurch frühzeitig erkannt werden, sodass Gegenmaßnahmen wie das Abschalten von Anlagenteilen oder die Alarmierung des technischen Personals möglich sind.