Humanoide Robotik in der Industrie
Neue Stiftung für humanoide Robotik und KI
Mit der Gründung der gemeinnützigen Stiftung „Humanoid Robotics and Embodied AI“ wollen Schunk, die Hochschule Offenburg und die Burger Group den Transfer humanoider Robotik in die industrielle Praxis beschleunigen. Über Bildungs- und Forschungsprojekte sollen Kompetenzen ausgebaut und Ergebnisse schneller in industrienahe Anwendungen überführt werden.
Mit der Stiftung „Humanoid Robotics and Embodied AI“ fördern die Hochschule Offenburg als Stiftungsträger sowie die Unternehmen Schunk und Burger Group als Stifter angewandte Forschung und Transfer in der Industrie. Im Bild (v.l.n.r.): Fabian Burger (Geschäftsführer, Burger Group), Dr. Maximilian Gießler (Stiftungsinitiator), Prof. Dr. Stephan Trahasch (Rektor, Hochschule Offenburg), Timo Gessmann (CTO, Schunk)
Hochschule Offenburg, Alexander Weigand
Schunk, die Hochschule Offenburg und die Burger Group haben die gemeinnützige Stiftung „Humanoid Robotics and Embodied AI“ gegründet. Ziel ist es, den Transfer humanoider Robotik in die industrielle Praxis zu beschleunigen. Über Bildungs- und Forschungsprojekte sollen Kompetenzen ausgebaut und Ergebnisse schneller in industrienahe Anwendungen überführt werden. Für Schunk ist die Initiative ein weiterer Schritt, um sich langfristig als global führender Technologiepartner und Ausstatter für humanoide Roboterhände zu etablieren, wie das Unternehmen mitteilt.
Die Stiftung fördert Bildung, angewandte Forschung und Transfer in den Bereichen humanoide Robotik und verkörperte Künstliche Intelligenz (Embodied AI). Vorgesehen sind anwendungsnahe Forschungs- und Transferprojekte, der Aufbau eines Netzwerks aus Wissenschaft und Industrie sowie Formate zur Nachwuchsförderung im MINT-Bereich. Unterstützt wird die Stiftung durch Fördermittel des Landes Baden-Württemberg. Damit sollen Kompetenzen gebündelt, Transferstrukturen gestärkt und das Robotik-Ökosystem entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Land ausgebaut werden.
Welche Rolle übernimmt die Hochschule Offenburg?
Stiftungsträger ist die Hochschule Offenburg. Sie verfügt nach eigenen Angaben über ein in Süddeutschland einzigartiges Forschungszentrum für Robotik und Cobotik. Gemeinsam mit Unternehmen entwickelt die Hochschule Robotik-Anwendungen für industrielle Einsatzfelder.
Die Forschung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und soll insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen stärken. Gleichzeitig setzt die Hochschule mit der Stiftung ihren Ausbau der Forschungsfelder Künstliche Intelligenz und Robotik fort.
Wie baut Schunk humanoide Robotik aus?
Im Gründungsrat arbeiten Schunk, die Burger Group und die Hochschule Offenburg zusammen. Die Partner bringen Forschungskompetenz, Talententwicklung, Industrieanforderungen sowie Engineering- und Umsetzungserfahrung ein.
Die Stiftung ergänzt die langfristige Strategie von Schunk in der humanoiden Robotik. Das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben über rund 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung humanoider Hände und verfolgt das Ziel, diese in anspruchsvollen industriellen Anwendungen einzusetzen. Dabei arbeitet Schunk unter anderem mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Hochschule Offenburg sowie Industrieunternehmen wie Bosch zusammen.
„Humanoide Robotik ist der nächste Entwicklungsschritt für die hochflexible Automatisierung. Sie wird sich aber nur dann durchsetzen, wenn Lösungen industrienah entwickelt und gemeinsam skaliert werden. Deshalb bauen wir den Technologietransfer gezielt aus und bringen ihn mit unserer langjährigen Automatisierungserfahrung zusammen“, sagt Timo Gessmann, CTO von Schunk.
Parallel zur Gründung der Stiftung baut Schunk seine organisatorischen Strukturen weiter aus. Dazu gehört unter anderem die Schunk Humanoid Robotics GmbH, die die Entwicklung einer neuen Handplattform für unterschiedliche Robotersysteme beschleunigen soll, wie aus der Mitteilung hervorgeht.
FAQ: Stiftung für humanoide Robotik
1. Warum wurde die Stiftung für humanoide Robotik gegründet?
Sie soll Bildung, Forschung und den Technologietransfer beschleunigen und Ergebnisse schneller in industrielle Anwendungen überführen.
2. Wer trägt die Stiftung für humanoide Robotik?
Stiftungsträger ist die Hochschule Offenburg. Zu den Stiftern gehören Schunk und die Burger Group.
3. Wie unterstützt die Stiftung humanoide Robotik?
Geplant sind Forschungs- und Transferprojekte, der Aufbau eines Expertennetzwerks sowie Maßnahmen zur Nachwuchsförderung im MINT-Bereich.
4. Welche Bedeutung hat humanoide Robotik für Schunk?
Die Stiftung ist Teil der langfristigen Strategie des Unternehmens, sich als Technologiepartner und Ausstatter für humanoide Roboterhände zu etablieren.