Functional Safety für humanoide Roboter
Synapticon setzt auf Safety-Partnerschaft
Functional Safety wird für humanoide Roboter zur zentralen Entwicklungsaufgabe. Synapticon und Reynolds & Moore bündeln dafür Safety Engineering, Antriebstechnik und Sicherheitsarchitektur.
Functional Safety für humanoide Roboter: Synapticon und Reynolds & Moore bündeln ihre Kompetenzen, um Antriebstechnik, Sicherheitsarchitektur und Safety Engineering vom Prototyp bis zur Zertifizierung zusammenzuführen.
ChatGPT / Open AI
Synapticon und Reynolds & Moore wollen Entwickler humanoider und mobiler Roboter gemeinsam auf dem Weg zur Zertifizierung unterstützen. Die Partnerschaft verbindet die Functional-Safety-Beratung von Reynolds & Moore mit der integrierten Antriebs- und Safety-Plattform von Synapticon.
Damit adressieren die Partner eine Herausforderung, die mit dem Übergang humanoider Roboter vom Labor in reale Anwendungen an Bedeutung gewinnt: Nicht allein die technische Funktionsfähigkeit entscheidet über den Einsatz, sondern auch die Frage, ob die Systeme sicher in der Nähe von Menschen arbeiten können.
Warum Functional Safety bei Humanoiden anders ist
Die aus der Industrierobotik bekannten Sicherheitskonzepte wurden für Maschinen entwickelt, die typischerweise hinter Schutzzäunen arbeiten. Bei humanoiden Robotern stellt sich die Situation anders dar. Wird einem klassischen Roboterarm die Energie entzogen, bleibt er stehen. Ein Humanoid kann dagegen fallen.
Damit reicht es nicht aus, Sicherheit erst am Ende des Entwicklungsprozesses zu berücksichtigen. Gefordert sind laut der Mitteilung sowohl eine Sicherheitsarchitektur auf Systemebene als auch die dafür geeignete Hardware.
„Sicherheit ist bei humanoiden Robotern kein Feature, das man am Ende ergänzt, sondern eine Architekturentscheidung, die ganz am Anfang fällt“, erklärt Dr. Florian Weißhardt, Head of Synapticon Intelligence. „Die meisten Teams, mit denen wir sprechen, konzentrieren sich darauf, einen Prototyp zum Laufen zu bringen. Sobald sie an den Einsatz denken, stellen sie fest, dass die Normen, die sie brauchen, nicht für zweibeinige Maschinen geschrieben wurden. Reynolds & Moore kennt dieses Terrain, und gemeinsam können wir Teams hindurchführen, statt sie es auf die harte Tour herausfinden zu lassen.“
Zwei Partner für den Weg zur Zertifizierung
Reynolds & Moore bringt Expertise und Beratungskapazitäten im Functional Safety Engineering in Nordamerika und Europa in die Partnerschaft ein. Das Spektrum reicht von Risikobeurteilung und Entwurf der Sicherheitsarchitektur bis zu Validierung und Zertifizierungsreife.
Synapticon steuert die technischen Komponenten sowie das entsprechende Systemwissen bei. Dazu gehören die Somanet-Servoantriebsfamilien, Actilink-Aktuatoren für Robotergelenke und die Plattform Positron Safety AI.
Die Plattform deckt Multi-Axis Safe Motion, Safe Human Detection und die Überwachung der operativen KI ab. Die Plattform wird nach Angaben von Synapticon in Übereinstimmung mit IEC 61508, ISO 13849, IEC 61800-5-2, ISO/IEC TS 22440, IEC 62998 und IEC 61496 entwickelt.
Gemeinsam wollen die Partner damit das Spektrum vom Sicherheitskonzept und der Risikobeurteilung über Umsetzung und Integration bis zur Zertifizierung abdecken. Reynolds & Moore begleitet das Safety Engineering und den Weg zum zertifizierten System. Synapticon stellt die Antriebstechnik und Sicherheitsarchitektur bereit, auf der dieser Prozess aufbaut.
Warum Safety früh in die Architektur gehört
Nach Einschätzung von Reynolds & Moore erreichen zunehmend mehr Entwicklungsprogramme einen Punkt, an dem ein funktionsfähiger Prototyp vorhanden ist, die Voraussetzungen für einen sicheren und zertifizierbaren Betrieb jedoch noch geklärt werden müssen.
„Wir sehen, dass immer mehr Humanoid-Programme an denselben Punkt kommen“, so Nicole Sophie Christiansen, Chief Commercial Officer bei Reynolds & Moore. „Der Roboter funktioniert, die Demo überzeugt, und dann muss das Team beantworten, wie das System sicher neben Menschen arbeiten und am Ende zertifiziert werden kann. Zu diesem Zeitpunkt steht die Architektur weitgehend fest, und Sicherheit wird zur teuren Nachrüstung. Wo funktionale Sicherheit schon in die Antriebe und die Motion-Plattform eingebaut ist, sieht dieses Gespräch ganz anders aus, und der Weg in den Einsatz wird deutlich kürzer. Deshalb wollten wir Synapticon in unserem R&M Safety Partner Ecosystem haben.“
Die Partnerschaft setzt deshalb bereits bei der Architektur der Robotersysteme an. Entwickler sollen vom Konzept und der Risikobeurteilung über die technische Integration bis zur Zertifizierungsreife begleitet werden. Damit verbinden Synapticon und Reynolds & Moore Safety Engineering, Antriebstechnik und Sicherheitsarchitektur in einem gemeinsamen Ansatz für humanoide und mobile Robotik.
Was Sie zum Thema Functional Safety für humanoide Roboter wissen müssen
• Warum ist Functional Safety für humanoide Roboter wichtig?
Humanoide Roboter sollen in der Nähe von Menschen arbeiten. Anders als klassische Roboterarme können sie beim Energieentzug fallen, wodurch besondere Anforderungen an die Sicherheitsarchitektur entstehen.
• Was umfasst Functional Safety bei der Partnerschaft?
Die Zusammenarbeit reicht von Risikobeurteilung und Sicherheitsarchitektur über Integration und Validierung bis zur Zertifizierungsreife.
• Welche Technik liefert Synapticon für Functional Safety?
Synapticon bringt Somanet-Servoantriebe, Actilink-Aktuatoren und die Plattform Positron Safety AI ein.
• Welche Rolle übernimmt Reynolds & Moore bei Functional Safety?
Reynolds & Moore begleitet das Functional Safety Engineering einschließlich Risikobeurteilung, Sicherheitsarchitektur, Validierung und Weg zum zertifizierten System.
• Welche Normen berücksichtigt Synapticon bei Functional Safety?
Positron Safety AI wird in Übereinstimmung mit IEC 61508, ISO 13849, IEC 61800-5-2, ISO/IEC TS 22440, IEC 62998 und IEC 61496 entwickelt.