Memorandum of Understanding unterzeichnet
Embodied AI bekommt gemeinsame Datenbasis
Vector, PEM Motion und FMC³ Robotics wollen Embodied AI für die industrielle Praxis voranbringen. Ein geplantes Joint Venture soll dafür eine standardisierte Dateninfrastruktur schaffen.
Vector Informatik, PEM Motion und FMC³ Robotics wollen eine standardisierte Dateninfrastruktur für industrielle Embodied AI entwickeln und dafür ein Joint Venture in Deutschland gründen.
ChatGPT / OpenAI
Um eine standardisierte Dateninfrastruktur für industrielle Embodied AI zu entwickeln, haben haben Vector Informatik, PEM Motion und FMC³ Robotics im Rahmen des Humanoid Robots Summit 2026 am Hauptsitz von Vector in Stuttgart ein Memorandum of Understanding (MoU) unterzeichnet. Die geplante Infrastruktur soll mehrere Schritte durchgängig miteinander verbinden: von der Datenerfassung und Datenverarbeitung über Training und Validierung bis zur Bereitstellung und zu Rückmeldungen aus dem laufenden industriellen Betrieb. Damit wollen die Unternehmen eine technologische Grundlage für KI-gestützte Robotersysteme in Fertigungsumgebungen schaffen.
Hintergrund ist der Übergang von Robotern aus kontrollierten Pilotprojekten in reale Produktionsumgebungen. Für eine zuverlässige und robuste Leistungsfähigkeit reichen nach Angaben der Partner Modelle und Roboterhardware allein nicht aus. Benötigt werden ebenso hochwertige Daten aus der physischen Welt und eine Infrastruktur, die sämtliche Schritte im Umgang mit diesen Daten miteinander verbindet.
Standardisierte Protokolle als technische Basis
Im Zentrum der Zusammenarbeit steht eine einheitliche Dateninfrastruktur auf Basis standardisierter Protokolle. Vorgesehen ist Unterstützung für die multimodale Datenerfassung, Datenverarbeitung und Qualitätskontrolle. Hinzu kommen Modelltraining und simulationsgestützte Validierung sowie die Bereitstellung der Modelle und Rückmeldungen aus dem realen Betrieb.
Vector verweist dabei auf die Bedeutung gemeinsamer technischer Grundlagen. „Der industrielle Einsatz von Embodied AI erfordert eine gemeinsame technologische Grundlage, die auf standardisierten Schnittstellen, vertrauenswürdiger Kommunikation und der sicheren Integration unterschiedlicher Systeme basiert. Mit unserer Expertise in Embedded Software, Vernetzung, Integration, Safety und Security tragen wir gemeinsam mit FMC³ Robotics und PEM Motion dazu bei, genau diese Grundlage zu schaffen und intelligente Robotersysteme zuverlässig in die industrielle Praxis zu bringen“, erklärt Dr. Thomas Beck, Geschäftsführer von Vector Informatik.
Diese Kompetenz bringen die Partner ein
Die drei beteiligten Unternehmen sollen unterschiedliche Aufgaben und Kompetenzen in die Zusammenarbeit einbringen. PEM Motion steuert Know-how aus Produktionstechnik, Industrialisierung und der Umsetzung in realen Fertigungsumgebungen bei.
Vector bringt seine Expertise in eingebetteten Systemen, standardisierten Daten- und Kommunikationsprotokollen sowie Data Governance und Compliance ein. FMC³ Robotics wiederum stellt seine Embodied-AI-Brain-Plattform einschließlich darauf abgestimmter Lösungen zur Datenerfassung bereit.
Prof. Dr.-Ing. Achim Kampker, MBA, PEM Motion, ordnet die Zusammenarbeit mit Blick auf den industriellen Wettbewerb ein: „Im weltweiten Wettbewerb wird entscheidend sein, wie schnell wir die Möglichkeiten von KI und humanoiden Robotern im industriellen Umfeld nutzen können. Dafür sind vielfältige Kompetenzen und ein tiefes Verständnis industrieller Prozesse und Gegebenheiten erforderlich, insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen.“
Daten und Systeme für industrielle Embodied AI
Neben den KI-Modellen rücken die Partner insbesondere Daten aus realen physischen Interaktionen in den Fokus. Diese sollen eine Basis dafür bilden, die Intelligenz von Robotern zu trainieren, zu validieren, in den Betrieb zu überführen und anschließend weiterzuentwickeln.
„Industrielle Embodied AI ist nicht nur eine Frage der Modelle, sondern ebenso der Daten und Systeme. Roboter benötigen hochwertige Daten aus realen physischen Interaktionen sowie eine Infrastruktur, mit der sich ihre Intelligenz trainieren, validieren, in den Betrieb überführen und kontinuierlich verbessern lässt. Diese Zusammenarbeit bündelt die Kompetenzen, die erforderlich sind, um eine solche Grundlage für die Fertigungsindustrie zu schaffen“, so Dr. Joachim Fetzer, Präsident für Europa bei FMC³ Robotics.
Wie Embodied AI industriell skaliert werden soll
Mit der Verbindung realer industrieller Umgebungen, standardisierter Datentechnologien und Embodied AI verfolgen Vector, PEM Motion und FMC³ Robotics das Ziel, eine industrietaugliche Grundlage für Roboterintelligenz aufzubauen. Physische Interaktionen sollen dabei in robuste Roboterintelligenz überführt werden können. Für die Umsetzung beabsichtigen die drei Partner, ein Joint Venture in Deutschland zu gründen. Dieses soll die industrielle Skalierung von Embodied AI voranbringen.
Was Sie zum Thema Embodied AI wissen müssen
• Wer arbeitet bei Embodied AI zusammen?
Vector Informatik, PEM Motion und FMC³ Robotics haben ein Memorandum of Understanding für eine gemeinsame Dateninfrastruktur unterzeichnet.
• Was planen die Partner für Embodied AI?
Vorgesehen ist eine standardisierte Infrastruktur für Datenerfassung, Verarbeitung, Training, Validierung, Bereitstellung und Rückmeldungen aus dem industriellen Betrieb.
• Welche Rolle spielt Standardisierung bei Embodied AI?
Die geplante Dateninfrastruktur soll auf standardisierten Protokollen basieren und verschiedene Schritte im Umgang mit industriellen Daten miteinander verbinden.
• Wo soll das Joint Venture für Embodied AI entstehen?
Die drei Partner beabsichtigen, das Joint Venture in Deutschland zu gründen.
• Welches Ziel verfolgt das Joint Venture bei Embodied AI?
Es soll die industrielle Skalierung von Embodied AI voranbringen und eine industrietaugliche Grundlage für robuste Roboterintelligenz schaffen.