Knapp baut Robotics & AI Innovation Hub in Boston auf
Um neue Technologien schneller in industrielle Anwendungen zu überführen und die Entwicklung intelligenter Robotiklösungen weiter voranzutreiben, hat Knapp die Gesellschaft KnappRobotics.ai gegründet. Der neue Standort im Großraum Boston/Cambridge wird als Robotics & AI Innovation Hub aufgebaut.
Das Team von KnappRobotics.ai am neuen Robotics & AI Innovation Hub in Somerville bei Boston.
Steph Stevens
Der österreichische Logistikautomatisierungsspezialist Knapp erweitert seine internationale Robotikorganisation. Mit der neu gegründeten Tochtergesellschaft KnappRobotics.ai entsteht in Somerville im Großraum Boston/Cambridge ein Robotics & AI Innovation Hub. Das Unternehmen will damit die Entwicklung KI-gestützter Robotiklösungen beschleunigen und neue Technologien schneller für industrielle Anwendungen nutzbar machen.
Der US-Standort soll die bestehende Robotikentwicklung in Graz ergänzen. Beide Standorte sollen künftig eng zusammenarbeiten und Kompetenzen aus Forschung, Produktentwicklung, Solution Design und industrieller Umsetzung miteinander verbinden.
Warum Knapp seine Robotikorganisation neu aufstellt
Mit KnappRobotics.a verfolgt das Unternehmen das Ziel, Robotikkompetenz, Produktverantwortung und Markteinführung in einer globalen Organisation zusammenzuführen. Während Graz weiterhin als Zentrum für Robotikentwicklung und Logistik-Know-how fungiert, übernimmt Boston die Rolle eines internationalen Innovations- und Technologiehubs.
Die neue Tochtergesellschaft agiert als gruppenweiter Business Owner für Robotik. Produktmanagement, Entwicklung und Umsetzung werden damit unter einer gemeinsamen Verantwortung gebündelt. Das soll Entwicklungszyklen verkürzen, die Markteinführung beschleunigen und die Grundlage für ein weltweit skalierbares Robotikgeschäft schaffen.
„Robotik entwickelt sich mit enormer Geschwindigkeit. Gleichzeitig erwarten unsere Kunden Lösungen, die sich schnell implementieren, zuverlässig betreiben und weltweit skalieren lassen. Mit KnappRobotics.a schaffen wir die organisatorischen Voraussetzungen, um Innovation, Produktentwicklung und Markteinführung noch enger miteinander zu verbinden und neue Technologien schneller in reale Kundenanwendungen zu überführen“, so Gerald Hofer, CEO von Knapp.
Neuer Robotics & AI Innovation Hub in Somerville
Am neuen Standort in Massachusetts entsteht ein modernes Robotics Lab. Dort arbeiten Softwareentwickler, KI-Spezialisten sowie Mechatronik- und Robotikexperten an der nächsten Generation intelligenter Logistiklösungen.
Bis Anfang 2027 soll das Team auf rund 30 bis 35 Beschäftigte wachsen. Etwa 20 Stellen sind für Softwareentwicklerinnen und Softwareentwickler vorgesehen. Beim Personalaufbau setzt Knapp auf eine Kombination aus erfahrenen eigenen Mitarbeitenden und neuen Fachkräften aus dem Technologie- und Robotikökosystem rund um Boston.
Die Geschäftsführung von KnappRobotics.ai übernimmt Wolfgang Toferer als CEO. Gemeinsam mit COO Christopher Reiß und Vice President Thomas Zilk verantwortet er den Aufbau der Gesellschaft sowie die Weiterentwicklung des globalen Robotikgeschäfts innerhalb der Knapp-Gruppe.
Welche Rolle spielt Physical AI in der Knapp-Robotik?
Ein technologischer Schwerpunkt des neuen Innovationszentrums liegt auf Physical AI. Darunter versteht Knapp Systeme, die ihre Umgebung wahrnehmen, eigenständig Entscheidungen treffen und physische Aufgaben zuverlässig ausführen können. Im Mittelpunkt stehen insbesondere robotikgestützte Anwendungen entlang der Waren- und Prozesskette im Lager. Dazu gehören Piece Picking, Bin Picking, Decanting und Cycle Counting. Die entsprechenden Lösungen sollen intelligente und automatisierte Fulfillment-Prozesse unterstützen.
Die technologische Grundlage bildet die Robotikplattform Knapp Brain. Sie kombiniert Computer Vision, künstliche Intelligenz, Greifpunkt- und Bewegungsplanung sowie kontinuierliches Lernen. Mit dieser Plattform verfolgt Knapp das Ziel, neue Technologien nicht nur zu entwickeln, sondern in robuste, wirtschaftlich erfolgreiche und global skalierbare Anwendungen für die Logistik zu überführen.
Boston ergänzt die Robotikentwicklung in Graz
Die Standortentscheidung für Boston ist eng mit dem dortigen Technologie- und Forschungsumfeld verbunden. Die Region zählt laut Knapp zu den weltweit führenden Zentren für Robotik, künstliche Intelligenz und Technologieentwicklung. Insbesondere die Nähe zu Universitäten, Forschungseinrichtungen, Technologieunternehmen und Start-ups soll den Zugang zu neuen Entwicklungen und hochqualifizierten Fachkräften erleichtern.
„Boston bietet eine außergewöhnliche Kombination aus Robotikforschung, Unternehmertum und Zugang zu hochqualifizierten Talenten. Unser Ziel ist es, hier ein Innovationszentrum aufzubauen, das neue Impulse in die gesamte KNAPP Gruppe trägt und die Stärken unseres Standorts in Graz ideal ergänzt. So verbinden wir die Innovationskraft eines der weltweit führenden Robotik-Ökosysteme mit der jahrzehntelangen Automatisierungs- und Logistikexpertise von KNAPP“, erklärt Wolfgang Toferer, CEO von KnappRobotics.ai. Das Zusammenspiel beider Standorte bildet künftig das organisatorische Fundament der globalen Robotikentwicklung. Graz bringt die bestehende Entwicklungs- und Logistikkompetenz ein, während Boston den Zugang zu neuen Technologien und Forschungsergebnissen stärkt.
Wie Knapp die Zusammenarbeit mit dem MIT ausbaut
Ein weiterer Schwerpunkt des US-Standorts ist die Zusammenarbeit mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT). Knapp kooperiert bereits seit mehreren Jahren mit dem MIT-Umfeld und ist seit 2026 Mitglied im MIT Industrial Liaison Program (ILP). Darüber hinaus prüft das Unternehmen zusätzliche Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Robot Learning, Computer Vision, autonome Systeme, Simulation und intelligente Robotik.
Die räumliche Nähe zum MIT soll den Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen, neuen Entwicklungsmethoden und qualifizierten Talenten verbessern. Forschungsergebnisse sollen dadurch schneller in industrielle Robotikanwendungen einfließen. Ein wesentliches Ziel ist dabei die kontinuierliche technologische Weiterentwicklung der Plattform Knapp Brain.
Knapp treibt globale Robotikstrategie voran
Mit der Gründung von KnappRobotics.ai erweitert Knapp seine internationale Entwicklungsstruktur um einen spezialisierten Standort für KI- und Robotiktechnologien. Die Tochtergesellschaft in Somerville konzentriert sich auf die Entwicklung und Weiterentwicklung von Robotik, Artificial Intelligence und Physical AI für Logistikanwendungen. Der neue Standort ist Teil der langfristigen Innovationsstrategie der Knapp-Gruppe. Im Mittelpunkt steht die engere Verzahnung von Forschung, Entwicklung und industrieller Umsetzung.
Knapp beschäftigt weltweit mehr als 9.000 Mitarbeitende und hat seinen Hauptsitz in Österreich. Das Unternehmen entwickelt Software-, Robotik- und KI-Lösungen für Produktion, Distribution und Handel. Zu den betreuten Branchen gehören unter anderem Healthcare, Retail, Food Retail, Fashion, Wholesale und Industry. Mit dem Kompetenzmodell aus Graz und Boston will Knapp seine Robotiklösungen künftig schneller zur Marktreife bringen und das internationale Produkt- und Lösungsgeschäft weiterentwickeln.
Was Sie zum Thema Knapp-Robotik wissen müssen
Warum baut Knapp seine Robotik in Boston aus? – Knapp will die Entwicklung KI-gestützter Robotiklösungen beschleunigen, Forschung und Produktentwicklung enger verzahnen und neue Technologien schneller in industrielle Anwendungen überführen.
Welche Aufgaben übernimmt die Knapp-Robotik am neuen Standort? – KnappRobotics.ai konzentriert sich auf Physical AI, Computer Vision, Robotikentwicklung und Produktmanagement für intelligente Logistik- und Fulfillment-Prozesse.
Wie viele Mitarbeitende sind für die Knapp-Robotik in Boston geplant? – Bis Anfang 2027 soll das Team auf rund 30 bis 35 Beschäftigte wachsen. Darunter sind etwa 20 Softwareentwicklerinnen und Softwareentwickler.
Welche Bedeutung hat das MIT für die Knapp-Robotik? – Die Nähe zum MIT soll den Zugang zu Forschungsergebnissen, neuen Technologien und Fachkräften erleichtern. Knapp ist seit 2026 Mitglied im MIT Industrial Liaison Program.
Welche Technologien stehen bei der Knapp-Robotik im Mittelpunkt? – Zu den Schwerpunkten zählen Physical AI, Computer Vision, Robot Learning sowie die Plattform Knapp Brain für intelligente robotikgestützte Lagerprozesse.