Digitale Myzel Lifecycle Platform von Pilz verwaltet Anlagen und Personal

Sicherer Zugang und transparenter Überblick

Schüco geht den nächsten Schritt Richtung vernetzte Produktion: Die Myzel Lifecycle Platform von Pilz verbindet Maschinenmanagement mit personenbezogenen Zugriffsrechten. So behält der Gebäudehüllen-Spezialist sämtliche Anlagen und Prozesse sicher im Blick.

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Über die grafisch übersichtlich gestaltete Myzel Lifecycle Platform hat der Prüfstandbediener bei Schüco nicht nur die jeweiligen Prüf- und Prozessdaten im Blick: Dort stehen für alle Maschinen des Prüfzentrums sämtliche Maschinendetails, Nachweise, Zertifikate, Protokolle und Daten jederzeit abrufbar in digitalisierter Form zur Verfügung.
Über die grafisch übersichtlich gestaltete Myzel Lifecycle Platform hat der Prüfstandbediener bei Schüco nicht nur die jeweiligen Prüf- und Prozessdaten im Blick: Dort stehen für alle Maschinen des Prüfzentrums sämtliche Maschinendetails, Nachweise, Zertifikate, Protokolle und Daten jederzeit abrufbar in digitalisierter Form zur Verfügung.

Schüco mit Hauptsitz in Bielefeld bietet hochwertige Systemlösungen für Fenster, Türen und Fassaden. 1951 gegründet, ist die Unternehmensgruppe heute in über 90 Ländern aktiv und beschäftigt rund 6.750 Mitarbeitende. Die Prüfstände seines Bauteileprüflabors hat Schüco mit einem modernen Sicherheitskonzept inklusive Identification and Access Management (I.A.M.) von Pilz ausgestattet. Dort werden kontinuierlich Funktions-, Belastungs- und Stabilitätstests an Bauteilen sowie an kompletten Fenster- und Fassadenelementen durchgeführt, häufig im Beisein von Kunden.

Schüco hat sämtliche Prüfstände seines Bauteileprüflabors mit einem modernen Sicherheitskonzept inklusive Identification and Access Management (I.A.M.) von Pilz ausgestattet. Dort werden kontinuierlich Funktions-, Belastungs- und Stabilitätstests an Bauteilen sowie an kompletten Fenster- und Fassadenelementen durchgeführt, oft im Beisein von Kunden.
Schüco hat sämtliche Prüfstände seines Bauteileprüflabors mit einem modernen Sicherheitskonzept inklusive Identification and Access Management (I.A.M.) von Pilz ausgestattet. Dort werden kontinuierlich Funktions-, Belastungs- und Stabilitätstests an Bauteilen sowie an kompletten Fenster- und Fassadenelementen durchgeführt, oft im Beisein von Kunden.

Diese sowie das Bedienpersonal, das je nach Aufgabe und Qualifikation mit unterschiedlichen Zugangs- und Bedienberechtigungen ausgestattet ist, sind vor Gefahren durch berstende, brechende und umherfliegende Teile sowie bewegliche Anlagenkomponenten geschützt. Gleichzeitig stellt I.A.M. sicher, dass eine gewollte oder ungewollte Manipulation der Prozesse durch unberechtigte Anwender verhindert wird – ein Plus an Industrial Security. Denn ein ganzheitliches Sicherheitskonzept erfordert die Betrachtung von Mensch und Maschine.

Ganzheitliches Management von Personal und Maschinen

Die Anforderungen an das Anlagenhandling und die digitale Vernetzung sind bei Schüco in der Zwischenzeit gewachsen. Im Zuge der Weiterentwicklung ihres Safety- und Security-Konzeptes setzt Schüco auf die digitale Myzel Lifecycle Platform von Pilz, eine innovative Software-as-a-Service Lösung. Sie vereint das Management von Maschinen und Personal in einer einzigen Plattform.

„Diese Lösung bündelt konsequent und übersichtlich alles, was rund um die Bedienung und Unterhaltung einer Maschine relevant ist.“, fasst Michael Bohle, Team Lead Electrical Engineering and Calibration im Schüco Technology Center, den Funktionsumfang zusammen. Die Plattform bietet Transparenz darüber, in welchem Zustand sich Maschinen befinden, welche Qualifikationen Mitarbeitende besitzen und welche Maßnahmen zur Einhaltung von Normen und gesetzlichen Vorgaben notwendig sind. Im ersten Release beinhaltet die Plattform ein Asset Management sowie flexibel wählbare Workflows.

Digitale Dokumentation auf einen Blick

Die Sicherheit von Bedienern und Besuchern des Technology Centers hat oberste Priorität. Gleichzeitig ermöglichen die Einhausungen einen unverbauten Blick auf das Prüfgeschehen. Gesicherte Schiebetüren (vorne links) ermögichen schnelles be- und entladen.
Die Sicherheit von Bedienern und Besuchern des Technology Centers hat oberste Priorität. Gleichzeitig ermöglichen die Einhausungen einen unverbauten Blick auf das Prüfgeschehen. Gesicherte Schiebetüren (vorne links) ermögichen schnelles be- und entladen.

Wie in vielen Unternehmen üblich, wurden bis dahin auch bei Schüco Dokumente wie Bedienungsanleitungen, Prüfprotokolle, Konformitätserklärungen teils in Stellordnern, teils in lokalen Datenbanken abgelegt. „Wer welche Maschine bedienen darf, hatten wir bereits über eine andere Software in einer Kompetenzmatrix abgespeichert – jedoch ohne jeglichen Bezug zur Maschine“, erklärt Bohle.

Heute stehen bei Schüco über die Myzel Lifecycle Platform für alle Maschinen des Prüfzentrums sämtliche Maschinendetails, Nachweise, Zertifikate, Protokolle und Daten des Bedienpersonals jederzeit abrufbar in digitalisierter Form zur Verfügung. Doch nicht nur das: „Weil jedem einzelnen Mitarbeiter Schulungsnachweise und Befähigungslevels zugeordnet und sicher gespeichert sind, haben wir jederzeit ein vollständiges Bild, wer welche Tätigkeiten an welcher Anlage ausführen darf!“, bringt Bohle einen der wesentlichen Vorzüge der innovativen Management-Lösung auf den Punkt.

Im gesamten Maschinenlebenszyklus funktioniert das Zusammenspiel aus Personal, Maschine und Prozess dann zuverlässig, wenn vier zentrale Werte erfüllt sind: Der Haftungs-, Mitarbeiter-, Datenschutz und die Produktivität bilden deshalb die vier Kernwerte von Myzel. Diese sind von zentraler Bedeutung, denn bei einem Arbeitsunfall entscheiden schnell auffindbare Dokumente nicht nur über haftungsrechtliche Fragen, sondern auch über die Dauer des Anlagenstillstands.

Der Schutz der Mitarbeitenden sowie Vorkehrungen gegen Manipulation und Datendiebstahl verlangen passende Maßnahmen wie Richtlinien und regelmäßige Schulungen. Zudem hängt die Anlagenproduktivität von planmäßig durchgeführten Wartungs- und Optimierungsmaßnahmen ab, um ungeplante Stillstände zu vermeiden.

Wissensgrundlage als digitaler Kern

Die Basis der Myzel Lifecycle Platform bildet Mycore: Dort hat Schüco sämtliche Maschinen angelegt und diesen die jeweils relevanten digitalen Artefakte wie Dokumente und Informationen zugeordnet. Neben Standarddokumenten zählen dazu beispielsweise auch Funktionsdaten, Energiequellen, Sicherheitskomponenten, Zertifikate, Gefährdungsbeurteilungen, Protokolle und Mitarbeiterdaten.

„Über das zentrale Dashboard in Myzel sehe ich sofort, ob und wann ich welche Wartungsmaßnahmen an einer Maschine durchführen muss.“, erläutert Bohle. „Myzel dokumentiert und verwaltet meine Schutzmaßnahmen und zeigt mir beispielsweise, wo die Unterlagen zur Sicherheitsvalidierung hinterlegt sind. Die Integration von Mensch, Maschine und Dokumentation ist in dieser Form definitiv einzigartig!“, betont Bohle.

Neben dem Asset Management unterstützt Myzel mit optional abonnierbaren Workflows beim sicheren Maschinendesign oder der Risikobewertung beziehungsweise Validierung (Mysafedesign). Der Workflow Mysafeoperation unterstützt Nutzer beim sicheren Maschinenbetrieb mit Blick auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften durch die Dokumentation von Wartung und Inspektionen, beispielsweise von Lichtgittern. Mit Myaccesscontrol managen Betreibende das industrielle Zugangsmanagement.

Mit personalisierbarem Dashboard alles im Blick

Das Identification and Access Management (I.A.M.) mit entsprechend codierten Schlüsseln entscheidet, wer welche Zugangs- und Betriebsberechtigungen an der jeweiligen Maschine hat. Das übergeordnete Management rund um Maschinen und Personal regelt die digitale Myzel Lifecycle Platform.
Das Identification and Access Management (I.A.M.) mit entsprechend codierten Schlüsseln entscheidet, wer welche Zugangs- und Betriebsberechtigungen an der jeweiligen Maschine hat. Das übergeordnete Management rund um Maschinen und Personal regelt die digitale Myzel Lifecycle Platform.

Den vollständigen Überblick über den Status ihrer Assets bietet den verantwortlichen Mitarbeitenden ein übersichtliches Dashboard. Dort können sie einsehen, welcher Beschäftigte für welche Anlage hinreichend qualifiziert ist und ob dessen Zertifikate gültig sind. Sollten Nachweise fehlen oder Fristen ablaufen, erhalten Bediener auf dem Dashboard rechtzeitig einen entsprechenden Hinweis. Scheidet ein Mitarbeitender aus, genügt ein Mausklick.

„Myzel bedeutet tatsächlich das Ende der zig unterschiedlichen Bedienerschlüssel und ID-Karten!“, kommentiert Bohle. „Wir formulieren über das personalisierbare Dashboard individuelle Regeln und stellen sicher, dass diese verpflichtend eingehalten werden. Wir sind in der Lage, eigene Prüfkriterien und Routinen für unsere Prüfstände zu hinterlegen und terminieren, wann Inspektionen an sicherheitsrelevanten Produkten durchgeführt werden sollen.“

Datensicherheit hat bei Schüco höchste Priorität. Digitale Artefakte in Myzel werden entweder in eine Cloud mit Standort Europa hochgeladen oder befinden sich, über einen Link verknüpft, auf Servern von Schüco. „Wir sind als Kunde immer Administrator der Plattform. Wer Zugriff hat, entscheiden wir. Auch Pilz kann nicht ohne vorherige Freigabe auf unser System zugreifen.“, stellt Bohle klar.

Mensch-Maschine-Management der Zukunft

Mit der Myzel Lifecycle Platform macht Schüco einen konsequenten Schritt in Richtung digitale Verwaltung der Maschinen im Bauteileprüflabor. Wurden in konventionellen Asset-Management-Systemen bis dahin ausschließlich Maschinen erfasst, zeigt Myzel anhand der vier Kernwerte anschaulich, wie unabdingbar es ist, Mensch und Maschine als organisatorische Einheit zu betrachten.

„Die Myzel Lifecycle Platform von Pilz ist für uns ein Instrument von unschätzbarem Wert.“, fasst Bohle zusammen. „Mit der genialen Organisationslösung wächst zusammen, was zusammengehört. Sie spart jede Menge Zeit und macht das Anlagenmanagement sicher und effizient.“

Neue Maschinenverordnung fordert Safety und Security

Die Maschinenverordnung fordert von Herstellern den Schutz vor unbeabsichtigter oder vorsätzlicher Korrumpierung und dass Parameter der Maschine sich nicht unkontrolliert ändern dürfen. Für Maschinenbetreiber in Europa schreibt die Arbeitsmittelrichtlinie vor, dass „Tätigkeitsprofilen Rechte zugeordnet werden müssen“ und empfiehlt die Einführung „wirksamer Authentifizierungsverfahren (beispielsweise Zugangskarten)“. Diese Vorgaben lassen sich technisch mit einem Identification and Access Management (I.A.M.) wie dem des Automatisierungsexperten Pilz in die Praxis umsetzen. Es regelt, welcher Mitarbeiter die Berechtigung für bestimmte Prozesse oder Betriebsarten an einer Maschine hat. Ein Zugangsberechtigungssystem wie PITreader bildet dafür die Basis. Auf einem RFID-fähigen Transponder ist die Berechtigung sowie Qualifikation des Bedieners hinterlegt. Verfügt die Person über die erforderliche Berechtigung, erhält sie Zugriff auf den Prozess. Gleichzeitig kann der Zugriff nachweislich protokolliert werden und ist so im Ernstfall nachvollziehbar.