World Robotics 2026 Report der International Federation of Robotics
Service-Roboter weltweit auf Wachstumskurs
Service-Roboter finden zunehmend den Weg in kommerzielle Anwendungen. 2025 stieg der weltweite Absatz professioneller Systeme um 24 % auf fast 250.000 Einheiten.
Redaktion Automation NEXTRedaktionAutomation NEXT
2 min
Der weltweite Absatz professioneller Service-Roboter ist im Jahr 2025 um 24 % auf fast 250.000 Einheiten gestiegen. Diese Marktentwicklung zeigt den Trend zur kommerziellen Automatisierung.IFR
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Der weltweite Absatz professioneller Service-Roboter ist 2025 um 24 % auf fast 250.000 Einheiten gestiegen. Das geht aus dem Jahresbericht World Robotics 2026 zur Service-Robotik der International Federation of Robotics (IFR) hervor. Die Organisation sieht darin einen Trend zur kommerziellen Automatisierung.
„Service-Roboter werden zunehmend im operativen Tagesgeschäft eingesetzt“, so Jane Heffner, Präsidentin der International Federation of Robotics. „Die Umsätze stiegen in allen drei Segmenten mit zweistelligen Wachstumsraten: Bei den professionellen Service-Robotern mit einem Plus von 24 %, bei den medizinischen Robotern plus 19 % und bei den Service-Robotern für Endverbraucher sogar beeindruckende plus 37 %.“
Transport und Logistik dominieren den Markt
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Transport und Logistik bleiben das größte Anwendungsgebiet professioneller Service-Roboter. 2025 wurden hier 117.500 Einheiten verkauft. Das entspricht einem Wachstum von 21 % und einem Marktanteil von 47 %.
Die Systeme übernehmen vor allem Transportaufgaben und automatisieren Warenflüsse sowie Lieferprozesse. Der traditionelle Verkauf bleibt laut IFR der wichtigste Monetarisierungskanal. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Robotics-as-a-Service-Modellen (RaaS). In den USA ist RaaS bereits das vorherrschende Geschäftsmodell.
An zweiter Stelle stehen Roboter für das Hotel- und Gastgewerbe. Sie werden überwiegend als mobile Assistenten für Informationen und Telepräsenz im öffentlichen Raum eingesetzt. Professionelle Reinigungsroboter bilden das drittgrößte Anwendungsgebiet. Im Mittelpunkt steht dabei die Bodenreinigung.
Auch humanoide Roboter rücken in den Fokus. Sie sind darauf ausgelegt, Menschen zu ähneln und in Umgebungen eingesetzt zu werden, die für Menschen konzipiert wurden. Ihre potenzielle Flexibilität sorgt laut Mitteilung für großes Aufsehen. Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz, Sensorik und Steuerungssystemen haben zu Pilotprojekten geführt. Die aktuellen Anwendungen sind allerdings meist noch stark spezialisiert und erfordern häufig eine Fernsteuerung durch Menschen.
Transport und Logistik sind 2025 mit 117.488 verkauften Einheiten und einem Anteil von 47 % das wichtigste Anwendungsgebiet für professionelle Service-Roboter.IFR / ChatGPT
2025 wurden weltweit rund 7.000 sogenannte Full-Size-Humanoide mit einer Größe von mehr als 140 cm verkauft. Berücksichtigt sind Roboter für kommerzielle und professionelle Anwendungen außerhalb von Forschung und Entwicklung sowie der Unterhaltungsbranche. Einer breiteren Einführung stehen weiterhin Herausforderungen gegenüber. Die IFR nennt Sicherheitsstandards, hohe Kosten für KI-Training und Wartung sowie das Fehlen eines überzeugenden Geschäftsmodells, insbesondere im industriellen Umfeld. Weitere Fortschritte seien bei intuitiver Programmierung, robuster Handhabung, wirtschaftlicher Skalierbarkeit und standardisierter Sicherheit erforderlich.
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„Mit unserem speziellen Kapitel zu humanoiden Robotern geben wir im Jahresbericht World Robotics 2026 erstmals einen umfassenden Überblick über diesen neuesten Markt im Bereich der Robotik“, erklärt Dr. Werner Kraus, Vorsitzender des IFR-Ausschusses für Serviceroboter.
Private Service-Roboter legen um 37 % zu
Noch deutlich größere Stückzahlen erreicht der Markt für den privaten Gebrauch. Diese Service-Roboter werden überwiegend als Haushaltsroboter für den Massenmarkt produziert.
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Der Absatz erhöhte sich 2025 um 37 % auf fast 34,2 Millionen Einheiten. Zu den wesentlichen Trends zählt die IFR die Automatisierung von Haushaltsaufgaben, die Integration Künstlicher Intelligenz sowie die Anbindung an Smart-Home-Systeme.
Was treibt den Markt für Medizinroboter?
Bei medizinischen Robotern sind chirurgische Operationsroboter ein wichtiger Wachstumstreiber. 2025 wurden 8.400 Einheiten verkauft, was einer Wachstumsrate von 57 % entspricht.
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Nach Angaben der IFR spiegelt diese Entwicklung den zunehmenden Einsatz in der klinischen Praxis wider. Der Übergang von der technologischen Entwicklung zum kommerziellen Erfolg habe in den vergangenen zehn Jahren deutlich an Dynamik gewonnen.
Als entscheidende Faktoren nennt die Organisation Fortschritte in der Robotik, verbesserte klinische Ergebnisse und eine wachsende Akzeptanz unter medizinischen Fachkräften.
Die IFR weist allerdings auf eine wichtige Einschränkung ihrer Zahlen hin: Bei den Marktdaten des World Robotics Service Robots Report handelt es sich um Stichprobendaten. Sie werden nicht auf die gesamte Branche hochgerechnet. Die Zahlen des Jahresberichts 2026 basieren auf einer Stichprobe von 238 Unternehmen. Da sich deren Zusammensetzung jährlich verändert, rät die IFR ausdrücklich davon ab, Daten verschiedener World-Robotics-Berichte miteinander zu vergleichen.
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Was Sie zum Thema Service-Roboter wissen müssen
• Wie stark ist der Absatz professioneller Service-Roboter 2025 gestiegen? Weltweit erhöhte sich der Absatz um 24 % auf fast 250.000 Einheiten.
• Wo werden professionelle Service-Roboter am häufigsten eingesetzt? Transport und Logistik sind mit 117.500 verkauften Einheiten und einem Marktanteil von 47 % das größte Anwendungsgebiet.
• Welche Rolle spielen humanoide Service-Roboter? 2025 wurden weltweit rund 7.000 Full-Size-Humanoide für kommerzielle und professionelle Anwendungen verkauft. Breitere Einsätze werden unter anderem durch Sicherheits-, Kosten- und Skalierungsfragen begrenzt.
• Wie entwickelt sich der Markt für private Service-Roboter? Der Absatz stieg 2025 um 37 % auf fast 34,2 Millionen Einheiten.
• Welche Service-Roboter treiben die medizinische Robotik? Chirurgische Operationsroboter erreichten 2025 einen Absatz von 8.400 Einheiten und eine Wachstumsrate von 57 %.