Modulare Antriebssysteme für flexible Produktionskonzepte
Die Anforderungen an Automatisierungssysteme wachsen stetig: Gefragt sind Flexibilität, Skalierbarkeit, einfache Integration und geringe Investitionskosten. Anlagenbetreiber und Maschinenbauer benötigen daher leistungsfähige, wirtschaftliche und zukunftssichere Lösungen. Der 4MotionCube erfüllt diese Ansprüche als günstiges, modulares und leicht programmierbares Baukastensystem.
Thomas FeyrerThomasFeyrerThomas FeyrerCEO von Feyrer + Hahn
1 min
Der 4MotionCube ist ein Gamechanger für die Montage- und Handhabungstechnik: effizient, intelligent, wirtschaftlich.Feyrer + Hahn
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Der 4MotionCube, mit und ohne Abdeckung.Feyrer + Hahn
Der 4MotionCube, entwickelt von Feyrer + Hahn, ist ein mechanisches
XY-Fahrsystem, das auf einer standardisierten Modulgröße von 150 x 150 mm
basiert. Die Bewegung der Carrier erfolgt formschlüssig über Zahnwalzen, die
durch präzise Schrittmotoren angesteuert werden. Die Module lassen sich zu
beliebig großen Flächen kombinieren und ermöglichen es, Werkstückträger
zweidimensional zu jeder gewünschten Position zu bewegen. Die Kommunikation
zwischen den Modulen erfolgt ausschließlich über Ethernet (WLAN oder LAN). Eine
zusätzliche Verkabelung ist nicht erforderlich – jedes Modul benötigt lediglich
eine 24-V-Stromversorgung, wodurch die Infrastruktur einfach und kostengünstig
bleibt.
Nach dem Aufbau eines Feldes – oder nach dem Austausch eines 4MotionCubes –
erfolgt automatisch eine Felderkennung. Die Module erkennen ihre Position im
Gesamtsystem selbstständig und ermöglichen so eine besonders einfache
Inbetriebnahme oder Wartung.
Präzise Rückmeldung durch Absolut-Sensoren: Die Position
der Zahnwalzen wird über absolute magnetische Rotationssensoren mit einer
Auflösung von 12 Bit oder 14 Bit präzise erfasst. Damit erreicht das System
eine Wiederholgenauigkeit von besser als 0,01 mm – bei gleichzeitig hoher
Betriebssicherheit und Robustheit.
Energieeffizient und wartungsarm: Die
mechanische Struktur und die intelligente Steuerung der Antriebe ermöglichen
eine besonders energieeffiziente Arbeitsweise. Je nach Anwendung liegen die
durchschnittlichen Ströme pro Cube lediglich bei 0,1 A bis 0,2 A, also bei 24 V
maximal 5 W pro Cube. Zudem sind die Module so konstruiert, dass sie im
Servicefall einzeln und schnell austauschbar sind – ohne Eingriffe in die
übrige Anlage.
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Gamechanger im Produktionsablauf: Der
entscheidende Unterschied zu klassischen Automatisierungslösungen besteht
darin, dass nicht mehr der Roboter das Bauteil zur Station bringt – und
anschließend wieder zurück –, sondern die Stationen werden direkt von den
4MotionCubes angefahren. Das bedeutet: weniger komplexe Handhabungseinheiten,
kürzere Taktzeiten, geringere Investitionen und deutlich reduzierte
Betriebskosten. Dieses Prinzip eröffnet so neue Freiheitsgrade bei der Planung
von Produktionsprozessen – etwa bei variantenreichen Kleinserien oder flexiblen
Montagelinien.
Technische Daten des 4MotionCube
Modulgröße: 150 x 150 mm
Bewegung über zwei formschlüssig gekoppelte Zahnwalzen
Absolut-Sensoren (12 oder 14 Bit Auflösung) für jede Achse
Wiederholgenauigkeit: < 0,01 mm
Versorgungsspannung: 24 VDC
Kommunikation: Ethernet (WLAN oder LAN)
Traglast pro Carrier: bis 3 kg
Typische Einsatzbereiche
Der 4MotionCube lässt sich in zahlreichen Branchen und Anwendungen
integrieren:
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Beispielanwendung mit mehreren 4MotionCubes in der Laborautomatisierung.Feyrer + Hahn
Laborautomation: Exakte Positionierung und definierte Abläufe bei kompakten Aufbauten.
Elektronikfertigung: Materialzufuhr, Prüfeinheiten und Pufferstationen auf engstem Raum kombinierbar.
Packaging und Handling: Schnell umrüstbare Transportstrecken für wechselnde Formate.
Das System ist funktionsfähig, getestet im Prototypstadium und bereit
für die Industrialisierung. Er ermöglicht neue Geschäftsmodelle und erschließt
Märkte, die mit klassischen Automatisierungslösungen bisher nur schwer
zugänglich waren. Aktuell sucht der Hersteller ein Partnerunternehmen aus der
Automatisierungstechnik, das das System gemeinsam mit ihm in den Markt bringt.
FAQ: 4MotionCube
1. Was ist der 4MotionCube und wofür wird er eingesetzt? Der 4MotionCube ist ein modulares, mechanisches XY-Fahrsystem (Baukastensystem) von Feyrer + Hahn. Er dient dazu, Werkstückträger/Carrier zweidimensional flexibel über eine Fläche zu bewegen, z. B. in der Montageautomation, Laborautomation, Elektronikfertigung sowie im Packaging und Handling.
2. Wie funktioniert das System technisch (Aufbau und Bewegung)? Das System basiert auf einer standardisierten Modulgröße von 150 mm x 150 mm. Die Bewegung der Carrier erfolgt formschlüssig über Zahnwalzen, die durch präzise Schrittmotoren angesteuert werden. Die Module lassen sich zu beliebig großen Flächen kombinieren, sodass Carrier auf der Gesamtfläche jede gewünschte Position anfahren können.
3. Welche Vorteile bietet der 4MotionCube bei Präzision, Energieverbrauch und Wartung? Die Positionsrückmeldung erfolgt über absolute magnetische Rotationssensoren (12 Bit oder 14 Bit), wodurch eine Wiederholgenauigkeit von besser als 0,01 mm erreicht wird. Der Betrieb ist energieeffizient (typisch 0,1 A bis 0,2 A pro Cube; bei 24 V maximal 5 W pro Cube). Zudem sind die Module so konstruiert, dass sie im Servicefall einzeln schnell austauschbar sind.
4. Wie erfolgt Integration und Inbetriebnahme – und wie ist der aktuelle Status? Die Kommunikation zwischen den Modulen erfolgt ausschließlich über Ethernet (WLAN oder LAN); zusätzliche Verkabelung ist nicht erforderlich, jedes Modul benötigt lediglich eine 24-V-Stromversorgung. Nach dem Aufbau eines Feldes oder nach dem Austausch eines Moduls erfolgt automatisch eine Felderkennung: Die Module erkennen ihre Position im Gesamtsystem selbstständig, was Inbetriebnahme und Wartung vereinfacht. Der 4MotionCube ist funktionsfähig, im Prototypstadium getestet und bereit für die Industrialisierung; aktuell wird ein Partnerunternehmen aus der Automatisierungstechnik für den gemeinsamen Markteintritt gesucht.