Industrielle Glasfasertechnik: Keine Angst vor LWL bei LAPP
Lichtwellenleiter gelten als anspruchsvoll – und schrecken viele Praktiker ab. LAPP räumt am 16. Juni 2026 in Heilbronn mit Vorbehalten auf: Theorie zu Singlemode, Multimode und Normen plus Hands-on-Konfektionierung machen LWL beherrschbar.
Glasfasertechnologie bildet einen zentralen Baustein moderner Industriekommunikation.
U.I. Lapp GmbH
Wer in der Industrie heute Daten überträgt, kommt an Lichtwellenleitern kaum noch vorbei. Glasfasertechnologie bildet einen zentralen Baustein moderner Industriekommunikation – von hochverfügbaren Produktionsnetzwerken bis hin zur Echtzeit-Datenübertragung. Und trotzdem zögern viele Fachkräfte, selbst Hand anzulegen: Die Technik gilt als anspruchsvoll, das Werkzeug als ungewohnt. Genau an dieser Stelle setzt der Workshop „Industrielle Glasfasertechnik – Keine Angst vor LWL" der U.I. Lapp GmbH an, der am 16. Juni 2026 im WTZ-Tagungszentrum Heilbronn stattfindet. Sein Anspruch: zeigen, wie greifbar und beherrschbar LWL-Technik tatsächlich ist.
Theorie mit Anwendungsfokus
Im theoretischen Teil geht es um die Physik hinter der Faser, um die Wahl zwischen Singlemode und Multimode sowie um die zentrale Frage, wann sich der Umstieg von Kupfer wirklich lohnt. Ergänzt wird das durch einen ungeschminkten Blick auf den rauen Industriealltag: Störfestigkeit, mechanische Beanspruchung, einschlägige Standards und die passende Komponentenauswahl – inklusive Steckverbindern und SFP-Transceivern. Damit erhalten die Teilnehmenden die fachliche Basis, um bei Planungsentscheidungen souverän mitreden zu können.
Vier Inhaltsblöcke vom Grundlagenwissen bis zur Konfektionierung
Der Workshop gliedert sich in vier klar strukturierte Bereiche. Den Auftakt machen die Grundlagen der Glasfasertechnik: Funktionsweise und physikalische Prinzipien, Unterschiede zwischen Singlemode und Multimode sowie Vorteile gegenüber Kupferlösungen in industriellen Anwendungen. Es folgen die industriellen Anforderungen mit EMV-Sicherheit und Störfestigkeit, mechanischer Belastbarkeit gegenüber Temperatur, Vibration und Chemikalien sowie den relevanten Normen und Standards. Der dritte Block widmet sich dem Komponentenüberblick: Glasfaserkabel für Industrieanwendungen, Steckverbinder und Verbindungssysteme, vorkonfektionierte Lösungen samt ihren Einsatzbereichen sowie die Auswahl aktiver Netzwerktechnik wie SFP-Transceiver. Den Kern bildet schließlich die Praxisphase zur Konfektionierung von Glasfaser: Vorbereitung und Handhabung von Fasern, Fasermontage und Steckerkonfektionierung, Mess- und Prüftechniken sowie typische Fehlerquellen und Best Practices.
Klarer Mehrwert für den Praxisalltag
Die Zielsetzung des Workshops lässt sich in fünf konkrete Ergebnisse fassen. Erstens praxisnahes Know-how, das sich direkt in Planung, Installation und Wartung anwenden lässt. Zweitens Hands-on-Erfahrung durch die eigene Konfektionierung unter Anleitung von Experten. Drittens Fehlervermeidung durch das Verständnis typischer Schwachstellen und der Wege, sie zu umgehen. Viertens fundierte Produktkenntnis durch den Überblick über LAPP-Lösungen für industrielle Glasfasertechnik. Und fünftens Netzwerken durch den Austausch mit Fachkollegen und Experten.
Methodik: Theorie, Demonstration, Übung, Diskussion
Der Workshop kombiniert vier methodische Bausteine: kompakte Theorieeinheiten, Live-Demonstrationen, praktische Übungen in Kleingruppen sowie die Diskussion realer Anwendungsfälle. Diese Mischung sorgt dafür, dass häufige Fehlerbilder direkt sichtbar und nachvollziehbar werden – ein Format für Praktiker, die LWL nicht nur verstehen, sondern auch selbst umsetzen wollen.
Adressaten: Planer, Praktiker, Entscheider
Der Workshop richtet sich an Ingenieure und Techniker aus der Automatisierungs- und Fertigungstechnik, an Planer und Projektverantwortliche für industrielle Netzwerke, an Instandhaltungs- und Servicepersonal, Systemintegratoren und Maschinenbauer sowie an Einkäufer und Entscheider im Bereich Verbindungstechnik. Damit deckt das Format die gesamte Wertschöpfungskette ab – von der strategischen Auswahl bis zur Umsetzung an der Faser.
Wer LWL bislang lieber Spezialisten überlassen hat, verlässt Heilbronn mit dem ruhigen Bewusstsein, Faser, Stecker und Messgerät selbst sicher in die Hand nehmen zu können – samt Starterset für die ersten eigenen Verbindungen.
Mehr Informationen und Anmeldung unter: https://lapp.automatisierungstreff.com