Mit Leidenschaft zum Sieg
Team der TH Köln siegt bei der RoboCup German Open 26
Gleich bei seiner ersten Teilnahme hat das Team der TH Köln die RoboCup German Open 26 gewonnen. In der Smart Manufacturing League hatten die Teilnehmenden vom Campus Gummersbach in zwei von drei Wettbewerben die Nase vorn und sicherten sich den Gesamtsieg und die Kategorie „Assembly“.
Das Team der TH Köln, das an den RoboCup German Open 26 teilgenommen hat: Martin Cavazos de la Garza, Matthias Härle, Sebastian Pütz, Prof. Dr. Elena Algorri, Hartmut Köhn, Ahmad Traboulssy, Yuvesh Aubeeluck, Abilash Madavath, Augustin Raju (v.l.).
Monika Probst/TH Köln
Die
Qualifikation für die Weltmeisterschaften 2027 war das anvisierte Ziel, doch
mit dem Podium bei den RoboCup German Open hatte im Vorfeld niemand gerechnet.
Dass sich das Team GM-Force Cologne vom Campus Gummersbach bei seiner Premiere
durchgesetzt hat, ist eine Überraschung. Zumindest auf dem Papier. Denn während
der sechs Challenges, die an vier Tagen in den Messehallen in Köln-Deutz
stattfanden, zeigte sich bald: Auf die neuen Wettbewerbsregeln konnten sich die
Newcomer besser einstellen als die etablierte Konkurrenz.
Die Smart
Manufacturing League ist die industrielle RoboCup-Liga, bei der autonome
Roboter typische Aufgaben aus Produktionsumgebungen erfüllen müssen. Die
mobilen Roboter lokalisieren verschiedene Bauteile in einer Arena und bringen
sie zu einer Montagestation. Dort werden automatisiert Beispielprodukte
zusammengebaut und zum „Kunden“ ausgeliefert. Alte Produkte werden
zurückgenommen, demontiert und die Einzelteile eingelagert. Da in diesem Jahr
zum ersten Mal Aufgaben rund um die Montage von Bauteilen zu bewältigen waren,
wurde mit einfach zu handhabenden, verschieden farbigen Duplo-Bausteinen
gearbeitet. Das Team der TH Köln war das einzige, das bereits zu Beginn der
German Open auf das Handling von Bausteinen vorbereitet war.
Konkurrenzlos
an der Assembly Station
Außerdem
beeindruckten die Ingenieure damit, dass sie einen zweiten autonomen Roboter an
der Assembly Station (Werkbank) einsetzten, der die Bauteile, die der mobile
Roboter brachte, montieren konnte. Damit war das Team konkurrenzlos.
Der Erfolg ist
ein Zusammenspiel von Maschinenbau und Elektrotechnik der Fakultät für
Informatik und Ingenieurwissenschaften und des Innovation Hubs Bergisches
Rheinland e.V. Die Studierenden und wissenschaftliche Mitarbeiter des
Robotiklabors entwickelten komplexe KI- und Machine-Learning-Software für die
Autonomie des robotischen Systems und integrierten die Elektronik, Sensoren und
Kommunikationshardware. Die Unterkonstruktion des mobilen Roboters wurde von
Maschinenbau-Studenten konstruiert und alle Bauteile selbst gefertigt, zum
Beispiel die Mecanum-Wheels oder die spezielle Federung gegen
Bodenunebenheiten.
Die TH Köln
setzte sich durch gegen die Technische Hochschule Nürnberg Georg-Simon-Ohm, die
Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt, die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die
FH Aachen, die Universität Duisburg-Essen und die Otto-von-Guericke-Universität
Magdeburg.
FAQ: Erfolg der TH Köln bei den RoboCup German Open 2026
1. Was hat das Team der TH Köln bei den RoboCup German Open 2026 erreicht?
Das Team GM-Force Cologne vom Campus Gummersbach gewann bei seiner ersten Teilnahme direkt den Gesamtsieg in der Smart Manufacturing League sowie die Kategorie „Assembly“. Damit qualifizierte sich das Team für die RoboCup-Weltmeisterschaft 2027 in Nürnberg.
2. Warum war der Sieg eine Überraschung?
Im Vorfeld hatte niemand mit einem Podiumsplatz gerechnet. Doch während der Wettbewerbe zeigte sich, dass sich das Team besonders gut auf die neuen Regeln einstellen konnte. Ein entscheidender Vorteil war die frühzeitige Vorbereitung auf die neuen Montageaufgaben mit Duplo-Bausteinen sowie der Einsatz eines zweiten autonomen Roboters an der Assembly Station.
3. Was zeichnet das Team und seine technische Lösung aus?
Der Erfolg basiert auf der engen Zusammenarbeit von Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik. Das Team entwickelte eigenständig KI- und Machine-Learning-Software, integrierte Sensorik und Elektronik und fertigte mechanische Komponenten wie Mecanum-Räder selbst. Diese Kombination aus technischer Expertise und hoher Motivation war ausschlaggebend für den Sieg.