Strategische Transformation mit Systemgeschäft im Fokus

Warum aus Helukabel nun Helu wird

Die Helukabel Gruppe tritt ab sofort unter dem neuen Markennamen Helu auf. Damit will das Unternehmen die in den vergangenen Jahren vollzogene Transformation zum System- und Lösungsanbieter zum Ausdruck bringen.

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Die Helukabel Gruppe tritt künftig unter dem neuen Markennamen Helu am Markt auf.
Die Helukabel Gruppe tritt künftig unter dem neuen Markennamen Helu am Markt auf.

Das Portfolio des Spezialisten für elektrische Verbindungstechnik umfasst neben Kabeln und Leitungen inzwischen auch Konfektionen und Energieführungsketten, mit denen das Unternehmen integrierte, individuelle und einbaufertige Lösungen für die unterschiedlichen Anforderungen seiner Kunden realisiert. Diese Weiterentwicklung spiegelt sich künftig auch auf Markenebene wider – mit neuem Markennamen, neuem Logo und einem neuen Claim: „Always stay electrified.“

Helu-Geschäftsführer Marc Luksch
Helu-Geschäftsführer Marc Luksch

„Die Zukunft der Verbindungstechnik entscheidet sich nicht mehr allein über die Qualität einzelner Komponenten, sondern über die Fähigkeit, sie zu durchdachten, anschlussfertigen Systemen und Services zu vereinen“, erklärt Geschäftsführer Marc Luksch. „Hier haben wir in den vergangenen Jahren unsere Kompetenzen konsequent ausgebaut und unseren Blick erweitert.“ Kunden profitieren von diesem lösungsorientierten Ansatz durch weniger Schnittstellen, klar definierte Ansprechpartner, eine zeitsparende Umsetzung und eine durchgängig hohe, geprüfte Qualität.

Als einziger Anbieter produziert Helu sowohl Leitungen als auch Energieführungsketten und Konfektionen in eigenen Werken selbst. Das gesamte Produktspektrum unter dem Dach der Marke Helu zu vereinen, ist auch ein Schritt zu mehr Klarheit und Einfachheit für die Kunden „Unser Anspruch ist es, unsere Kompetenzen als Gruppe zu bündeln, um Anwendern mit unseren Lösungen einen echten Mehrwert zu bieten“, bekräftigt Marc Luksch. „Ganz gleich, wie komplex oder individuell ihre Herausforderungen auch sind.“

Nachgefragt: Helu-Geschäftsführer Mark Luksch im Interview

Redaktion: Herr Luksch, HELUKABEL tritt künftig unter dem Markennamen HELU am Markt auf. Warum dieser Schritt – und warum jetzt?

Marc Luksch: Weil sich die Anforderungen unserer Kunden und die Dynamik in der Industrie deutlich verändert haben. Verbindungstechnik ist heute selten nur ein einzelnes Produkt. Es geht um komplette, anschlussfertige Lösungen, um Tempo, klare Prozesse und verlässliche Verantwortlichkeiten.

In den vergangenen Jahren haben wir unsere Kompetenzen – auch über neue Tochtergesellschaften und zusätzliche Leistungsbereiche – konsequent ausgebaut. Der nächste logische Schritt ist, diese Stärke unter einer klaren Marke zu bündeln: HELU. Dahinter steckt also eine strategische Weiterentwicklung.

Redaktion: Sie betonen die Fähigkeit, Komponenten zu Systemen und Services zu verbinden. Was ist heute technisch möglich, was vor fünf Jahren noch nicht möglich war?

Luksch: Zwei Dinge haben sich deutlich erhöht: Erstens der Integrationsgrad – und zweitens die Geschwindigkeit, mit der kundenspezifische Lösungen industrialisiert werden können. Heute können wir viel stärker modularisieren und gleichzeitig kundenspezifisch konfigurieren: Leitung, Kette, Konfektion – alles wird von Beginn an gemeinsam gedacht und abgestimmt. Das senkt Reibungsverluste zwischen einzelnen Gewerken.

Dazu kommen verbesserte Engineering- und Testmöglichkeiten: Simulationen, digitale Konfiguration, definierte Prüfabläufe und dokumentierte Qualität über das gesamte System. Im Ergebnis lassen sich anschlussfertige Verbindungseinheiten heute schneller, reproduzierbarer und mit höherer Prozesssicherheit bereitstellen als noch vor wenigen Jahren – ein entscheidender Vorteil in Projekten mit kurzen Taktzeiten und enger Time-to-Market.

Redaktion: HELU ist der einzige Anbieter, der Leitungen, Energieführungsketten und Konfektionen in eigenen Werken produziert. Was bedeutet diese vertikale Integration strategisch für Sie?

Luksch: Diese Kombination in eigener Fertigung ist strategisch für uns zentral. Vertikale Integration bedeutet: Wir können das System als Ganzes verantworten. Materialauswahl, Fertigungstiefe, Montage, Prüfung – alles ist aufeinander abgestimmt. Das zahlt auf mehrere Ziele ein: Qualität und Reproduzierbarkeit, hohe Lieferfähigkeit, kurze Reaktionszeiten bei Änderungen und eine sehr hohe Variantenkompetenz.

Für unsere Kunden sinkt damit vor allem das Risiko: weniger Abstimmungsaufwand, weniger Schnittstellen, klarer Ansprechpartner – und am Ende eine Lösung, die in der Anwendung funktioniert. Außerdem macht uns diese Tiefe resilienter: Wir sind weniger abhängig von externen Lieferketten und können planbarer liefern.

Redaktion: Der neue Claim lautet „Always stay electrified.“ Was bedeutet er für Sie – technologisch, strategisch, aber vielleicht auch kulturell?

Luksch: Technologisch steht er für zuverlässige, zukunftsfähige Verbindungstechnik – also dafür, dass Energie und Daten in industriellen Anwendungen dauerhaft stabil „unter Strom“ bleiben.

Strategisch bedeutet er: Wir denken nicht nur in Komponenten, sondern in Wirkung. Eine Verbindung ist für uns dann gut, wenn sie Prozesse vereinfacht, Ausfallrisiken reduziert und Inbetriebnahmen beschleunigt.

Kulturell ist es ein Anspruch an Haltung und Tempo: nah am Kunden, lösungsorientiert, verbindlich.

„Always stay electrified.“ soll dieses Mindset transportieren: Wir wollen nicht nur liefern, wir wollen Projekte aktiv voranbringen.

Redaktion: Wenn wir zwei Jahre in die Zukunft blicken: Woran werden Sie erkennen, dass die Marken- und Strategie-Transformation erfolgreich war?

Luksch: Der Erfolg wird sichtbar, wenn Kunden HELU klar mit „Systemen aus einer Hand“ verbinden – und das in Projekten spürbar wird.

Konkret schauen wir auf mehrere Faktoren: Wächst der Anteil integrierter Systemlösungen? Verkürzen sich Projektlaufzeiten und Abstimmungsaufwände? Steigen Kundenzufriedenheit und Wiederkaufraten, weil die Lösungen einfacher implementierbar sind? Und intern: Arbeiten unsere Teams standortübergreifend schneller, klarer und mit eindeutiger Verantwortlichkeit?

Wenn wir in zwei Jahren sagen können: HELU steht im Markt für verlässliche Systemkompetenz – und unsere Kunden profitieren messbar von weniger Schnittstellen, mehr Tempo und hoher Prozesssicherheit – dann war die Transformation genau richtig.