Interview zur Motek 2026 mit Ralph Lehleuter von Mafu Automation

„Kunden wollen keine Einzellösungen mehr“

Varianz, kurze Produktzyklen und hohe Qualitätsanforderungen verlangen neue Ansätze in der Zuführtechnik. Im Interview erklärt Ralph Lehleuter von Mafu Automation, warum Kunden zunehmend integrierte Gesamtlösungen nachfragen und welche Rolle Robotik, Bildverarbeitung und KI künftig spielen.

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Ralph Lehleuter, Geschäftsführender Gesellschafter Mafu Automation
Ralph Lehleuter, Geschäftsführender Gesellschafter Mafu Automation

Redaktion: Mafu präsentiert auf der Motek unter anderem Federzuführungen für unterschiedliche Federtypen sowie CAD/CAM-gestützte Zuführtechnik. Welche dieser Lösungen wird nach Ihrer Einschätzung bei den Besuchern für die größte Aufmerksamkeit sorgen und warum?

Ralph Lehleuter: Wir, als Mafu präsentieren auf der Messe unsere Kompetenz als Marktführer in der Federzuführung – und zeigen, was das in der Praxis bedeutet. Für jeden Federtyp bieten wir die passende Lösung – von überlangen Federn bis hin zu kleinsten Bauteilen – meistern wir jede Herausforderung und gewährleisten damit einen reibungslosen Montageprozess.

Unsere CAD/CAM-Zuführsysteme für Kleinst- und Kleinteile stehen für 100%ige Reproduzierbarkeit. Damit bieten wir unseren Kunden den entscheidenden Mehrwert. Mit absolute Prozesssicherheit und höchster Präzision schaffen wir echten Vorsprung im Wettbewerb.

Redaktion: Variantenvielfalt und häufige Produktwechsel stellen viele Produktionsbetriebe vor große Herausforderungen. Die Frage lautet also: Wie lassen sich in der Praxis Rüstzeiten reduzieren, ohne Abstriche bei der Prozesssicherheit machen zu müssen?

Lehleuter: Die Antwort heißt bei uns klar: Mafu Flex.

Mafu Flex verbindet High-End-Bildverarbeitung mit Robotik, sodass selbst komplexeste Teile ohne nennenswerten Rüstaufwand zugeführt werden können.
Mafu Flex verbindet High-End-Bildverarbeitung mit Robotik, sodass selbst komplexeste Teile ohne nennenswerten Rüstaufwand zugeführt werden können.

Die Mafu Flex ist die einzige Lösung am Markt, die High-End-Bildverarbeitung mit Robotik so verbindet, dass selbst komplexeste Teile ohne nennenswerten Rüstaufwand zugeführt werden können. Bereits eingerichtete Teile lassen sich jederzeit wieder aufrufen, neue Teiletypen sind schnell eingelernt. Die standardisierte, übergeordnete Steuerung sorgt dabei für eine reibungslose Integration ins Gesamtsystem.

Mafu Flex hebt die flexible Zuführtechnik damit auf ein anderes Level.

Redaktion: Ein weiterer Schwerpunkt Ihres Messeauftritts sind Komplettstationen in Medizin- und Pharmaausführung. Welche besonderen Anforderungen dieser regulierten Branchen müssen Automatisierungslösungen heute erfüllen und wie begegnet Mafu diesen Anforderungen?

Lehleuter: Diese Branchen verlangen höchste Standards bei Sicherheit, Hygiene, Prozessstabilität und Reproduzierbarkeit. Wir erfüllen das, weil wir seit vielen Jahren genau in diesem hochsensiblen Umfeld arbeiten – von der Materialauswahl bis zur Bauteilbereitstellung. Nur durch diese Erfahrung lässt sich der Anspruch zu 100 % erfüllen, und darauf sind wir stolz. Am Ende ist es die partnerschaftliche Zusammenarbeit, die in so einem anspruchsvollen Umfeld High-Performance-Lösungen möglich macht und genau das schätzen unsere Kunden.

Redaktion: Neben klassischen Zuführsystemen zeigen Sie auch Schraubsysteme und komplette Automatisierungsstationen. Beobachten Sie bei Ihren Kunden den Trend, zunehmend integrierte Gesamtlösungen aus einer Hand nachzufragen?

Lehleuter: Ja, der Trend ist eindeutig: Kunden wollen keine Einzellösungen mehr, sondern Komplettlösungen aus einer Hand. Als einziger Vollsortimenter im Bereich Entwirr- und Zuführsysteme bieten wir genau das: von klassischen Entwirr- und Zuführlösungen über flexible Zuführtechnik bis hin zu Schraubsystemen.

Wir decken die gesamte Technologielandschaft ab und bieten so einen klaren Mehrwert, der bei unseren Kunden voll ins Schwarze trifft.

Redaktion: Wenn Sie auf die kommenden fünf Jahre schauen: Welche Rolle werden intelligente Zuführtechnik, Robotik und KI in der automatisierten Teilebereitstellung spielen, und welche Schwerpunkte setzt Mafu bei der Weiterentwicklung seiner Lösungen?

Der Anbieter von Entwirr- und Zuführtechnik zeigt ein breites Produktspektrum auf der Motek 2026 – von der Einzel- bis zur Systemlösung.
Der Anbieter von Entwirr- und Zuführtechnik zeigt ein breites Produktspektrum auf der Motek 2026 – von der Einzel- bis zur Systemlösung.

Lehleuter: Die automatisierte Teilebereitstellung wird in den nächsten fünf Jahren deutlich intelligenter, flexibler und einfacher in der Anwendung werden. KI wird dabei eine Schlüsselrolle spielen, weil sie Systeme in die Lage versetzt, schneller auf neue Bauteile, Varianten und Produktionsanforderungen zu reagieren. Gleichzeitig werden Zuführtechnik, Robotik und Bildverarbeitung immer stärker zu einer durchgängigen Lösung zusammenwachsen.

Bei Mafu beschäftigen wir uns nicht erst seit gestern mit diesem Thema. Bereits heute haben wir KI-basierte Lösungen erfolgreich im Einsatz. Darüber hinaus arbeiten wir an neuen Technologien, die beispielsweise durch Simulationen und digitale Modelle schon vor dem ersten realen Bauteil Aussagen über Zuführbarkeit, Prozesssicherheit und optimale Automatisierungskonzepte ermöglichen.

Als Technologieführer in der Entwirr- und Zuführtechnik investieren wir deshalb konsequent in die Verbindung von Enwirrtechnik, Robotik und KI, um unseren Kunden auch künftig die wirtschaftlichste und zukunftssicherste Lösung für die automatisierte Teilebereitstellung zu bieten.

Mafu auf der Motek 2026
Halle 6 – Stand 6101

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