Manufacturing-X

Durch souveränen Datenaustausch zu neuen Geschäftsmodellen

Manufacturing-X markiert als Nachfolger von Industrie 4.0 den Weg zum souveränen Datenaustausch über Unternehmensgrenzen hinweg. Erfahren Sie, wie der Smart Systems Hub Unternehmen dabei hilft, durch Praxisnähe neue Wertschöpfung zu generieren.

2 min
Markus Reisch, Director Cloud&Technology Architecture beim Smart Systems Hub erklärt, wie man mit Manufacturing X neue Werschöpfung generieren kann.

Vernetzung als Schlüssel zur Wertschöpfung

Manufacturing-X wird als die Weiterentwicklung von Industrie 4.0 verstanden. Im Kern geht es darum, wie Unternehmen Wertschöpfung schaffen können, indem sie sicher und souverän mit ihren Zulieferern oder Maschinenanlagenbauern verbunden sind. Markus Reich vom Smart Systems Hub erläutert das Konzept: „Es geht darum, wie Unternehmen Wertschöpfung schaffen können, indem sie mit ihren Zulieferern oder mit ihren Maschinenanlagenbauern verbunden sind.“

Wenn über Unternehmensgrenzen hinweg Daten ausgetauscht werden, soll dies sicher geschehen, so dass ich selbst bestimmen kann, welche Daten ich preisgebe, damit ich meine IP nicht verliere.“

Ziel ist es, weg von der rein technologischen Infrastruktur hin zu den konkreten Chancen zu gelangen. Dies umfasst die bessere Steuerung der Produktion, die Entwicklung neuer Service-Modelle zur Monetarisierung und die Erfüllung regulatorischer Anforderungen wie des digitalen Produktpasses. KI dient dabei als unterstützendes Werkzeug, um die Effizienz zu steigern und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Die Rolle des Smart Systems Hubs in der Innovation

Der Smart Systems Hub agiert als Innovationshub, der Unternehmen, Talente und Experten zusammenbringt. In verschiedenen Formaten wie Thinkathons oder Pilotierungssprints wird eine schnelle Technologieexploration ermöglicht oder die Evaluierung künftiger Geschäftsmodelle vorangetrieben. Reich betont die Bedeutung des praktischen Ansatzes: „Die Hauptaufgabe im Moment ist es tatsächlich mit den Unternehmen, diese Mehrwerte, diese Anwendungsfälle nicht nur auf Folien durchzusprechen, sondern auch einmal schnell zu verproben.“

Ein Praxisbeispiel verdeutlicht diesen Weg: Ein mittelständischer Maschinenanlagenbauer mit über 2000 weltweit eingesetzten Maschinen nutzte die Manufacturing-X-Technologie, um Wartungsdienstleistungen zu entwickeln. Durch das Monitoring des Maschinenzustands können Produktionsausfälle vermieden und Wartungsintervalle bedarfsgerecht angepasst werden. Diese Entwicklung führte zu einem neuen Produktfeature und wurde mit dem sächsischen Innovationspreis ausgezeichnet.

Technologie durch Demonstratoren erlebbar machen

Um Berührungsängste abzubauen und Potenziale greifbar zu machen, setzt der Hub auf physische Demonstratoren. Eine Modellfabrik, die einen Zulieferer und einen Cobot umfasst, simuliert reale Produktionsszenarien. In einem Anwendungsfall wurde ein Defekt durch das Bremsen eines Transportbandes impliziert. Die steigende Motorspannung wurde über einen Datenraum an einen Maschinenhersteller übertragen, der daraufhin die Kommissionierung eines Ersatzteils auslöste.

Markus Reich erklärt den Wert dieser Methodik: „Was sind die Potenziale, was sind die Chancen, die Unternehmen zu unterstützen? Es geht darum, dass man mal schnell ausprobieren kann – Mehrwerte erfassen, zu generieren, bevor man in ein langes Projekt geht, bevor man investiert. Das lernt man am besten im Doing.“ In Thinkathons werden zudem komplexe Themen wie föderierte Datenmodelle, die Rolle von KI im Datenraum und die Umsetzung des digitalen Produktpasses bearbeitet. Am 30. September lädt der Smart Systems Hub zum Co-Innovationsfestival nach Dresden ein, um das Netzwerk weiter zu vernetzen und in Workshops gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

FAQ

Was ist Manufacturing-X? - Es ist der Nachfolger von Industrie 4.0 und ermöglicht Unternehmen den sicheren und souveränen Datenaustausch über Unternehmensgrenzen hinweg, um Produktionsprozesse zu optimieren und regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

Wie unterstützt der Smart Systems Hub Unternehmen? - Der Hub bietet Innovationsformate wie Thinkathons und Pilotierungssprints an, um Technologien schnell zu explorieren, Geschäftsmodelle zu evaluieren und Anwendungsfälle praktisch zu erproben.

Welchen Nutzen haben Demonstratoren wie die Modellfabrik? - Sie machen abstrakte Technologien greifbar, ermöglichen das Testen von Datenaustausch in Echtzeit und helfen dabei, Mehrwerte zu identifizieren, bevor große Investitionen getätigt werden.

Welche Rolle spielt KI in diesem Kontext? - KI wird als Werkzeug betrachtet, das dabei unterstützt, Effizienz zu steigern, den Fachkräftemangel abzufedern und beispielsweise föderierte Datenmodelle zu trainieren, ohne die eigene IP preiszugeben.

Wann findet das nächste große Event statt? - Das Co-Innovationsfestival des Smart Systems Hub findet am 30. September in Dresden statt.

www.hubdisrupt.de