Geschäftszahlen aus der Industrie
Bosch Rexroth hält Umsatz 2025 stabil
Bosch Rexroth hat den Umsatz 2025 trotz schwieriger Märkte konstant gehalten. Mehr Aufträge, hohe Investitionen und ein vorsichtiger Ausblick auf 2026 setzen positive Signale.
Bosch Rexroth Kennzahlen 2025
Bosch Rexroth
Das wirtschaftliche und geopolitische Umfeld bleibe für die Kunden von Bosch Rexroth und für das Unternehmen selbst eine Herausforderung, konstatiert Dr. Jochen Peter, seit März 2026 Vorstandsvorsitzender von Bosch Rexroth. „ Außerdem drängen Wettbewerber aus Asien auf unsere Heimatmärkte. Innovationskraft, Kundennähe, Anpassungsfähigkeit und Kostenbewusstsein sind deshalb auch zukünftig wichtige Erfolgsfaktoren für Bosch Rexroth“, erklärt Dr. Peter.
So hat Bosch Rexroth beispielsweise sein Geschäft in China neu aufgestellt, die Aktivitäten in Japan gestärkt und das Produktportfolio fortlaufend an die Bedürfnisse seiner Kunden angepasst. Nach rund zwei Jahren mit niedrigeren Auftragseingängen als Umsätzen hat sich dieses Verhältnis wieder zum Besseren gewendet. „Wir haben 2025 sowie bisher im laufenden Jahr wieder mehr Aufträge gewonnen – das lässt uns verhalten zuversichtlich nach vorne schauen, vorausgesetzt, die aktuellen geopolitischen Herausforderungen belasten das Geschäft nicht stärker“, erläutert Peter weiter.
Gesamtumsatz durch China-Geschäft stabilisiert
Der Umsatz lag mit 6,45 Milliarden Euro lediglich 1,4 Prozent unter dem Vorjahreswert (2024: 6,54 Milliarden Euro) und hat sich im Vergleich zu den besonders starken Jahren 2022 und 2023 (7 bzw. 7,5 Milliarden Euro) auf niedrigerem Niveau stabilisiert. Wechselkursbereinigt ist der Umsatz um 0,9 Prozent gestiegen. Leichtes Wachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichneten Europa ohne Deutschland sowie die Regionen Asien/Afrika/Australien. In Deutschland, dem umsatzstärksten Land des Unternehmens, ging der Umsatz 2025 leicht gegenüber dem Vorjahr zurück. China, die Region mit dem drittgrößten Umsatz, hat durch ihr Wachstum maßgeblich zur Stabilisierung des Gesamtumsatzes beigetragen.
Der Auftragseingang belief sich 2025 auf 6,6 Milliarden Euro, das sind rund 540 Millionen Euro, beziehungsweise 8,9 Prozent, mehr als im Jahr zuvor. Den stärksten Zuwachs an Aufträgen verzeichnete China. In Europa und Deutschland gingen ebenfalls deutlich mehr Aufträge ein.
Ausblick 2026: Wachstum im Blick, Druck bleibt hoch
„Das Geschäftsjahr 2026 hat gut begonnen: Der bisherige Auftragseingang liegt ähnlich wie im vergangenen Jahr über den Vorjahreswerten, der Umsatz zieht entsprechend behutsam an. Gleichwohl bleibt das weltweite Geschäftsumfeld unbeständig und der Kostendruck hoch. Wir arbeiten daher kontinuierlich an Kostensenkungen, unserer marktgerechten Aufstellung und unserem Produkt- und Lösungsangebot für die Kunden“, so Holger von Hebel, Finanzvorstand bei Bosch Rexroth.
Die Investitionen in Maschinen, Anlagen und Gebäude sowie in Forschung und Entwicklung für die Zukunftsfähigkeit des Produkt- und Lösungsangebots beliefen sich 2025 auf rund 560 Millionen Euro. In den drei Jahren zuvor war bereits umfangreich in Werke und den Fertigungsverbund insgesamt investiert worden, so dass für das Wiederanziehen des Geschäfts weltweit ausreichend Fertigungskapazitäten bereitstehen. In Deutschland investierte Bosch Rexroth rund 57 Millionen Euro allein in die Werke in Lohr am Main, Elchingen, Nürnberg und Horb. Weitere große Investitionen gab es in Mexiko, USA und Schweden.
Innovationen für mehr Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit
Auch im Geschäftsjahr 2025 hat das Unternehmen sein Produktportfolio mit zahlreichen Innovationen weiter gestärkt. In der Mobilhydraulik steigert beispielsweise der neue Radialkolbenmotor MPR Performance die Produktivität und Energieeffizienz kompakter Arbeitsmaschinen, und der High-Performance-Computer ORC2 schafft die Systemvoraussetzungen für autonome Funktionen in mobilen Maschinen. Die Automatisierungsplattform ctrlX Automation wurde um KI-Funktionen und mehr Rechenleistung für die Steuerung ctrlX Coreplus erweitert. Zudem ergänzen neue Apps das offene Betriebssystem ctrlX OS, etwa ein Security Scanner zum Prüfen von Maschinenparks auf Sicherheitslücken. Im Hydraulik-Service wurde der Hydraulic Hub eingeführt: ein digitaler Werkzeugkasten, der die Instandhaltung vereinfacht und so die Maschinenverfügbarkeit erhöht.
Personalstärke gezielt angepasst
Ende 2025 beschäftigte Bosch Rexroth weltweit rund 31.900 Mitarbeitende. Das sind insgesamt rund 700 beziehungsweise 2,3 Prozent weniger als am Ende des Vorjahres. Rund 13.200 (41 Prozent) aller Mitarbeitenden von Bosch Rexroth sind in Deutschland tätig.
FAQ: Bosch Rexroth 2025
1. Wie hat sich der Umsatz von Bosch Rexroth 2025 entwickelt?
Bosch Rexroth erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 6,45 Milliarden Euro. Damit lag das Unternehmen 1,4 Prozent unter dem Vorjahreswert, konnte das Geschäft aber trotz schwieriger Rahmenbedingungen weitgehend stabil halten.
2. Wie stark ist der Auftragseingang gestiegen?
Der Auftragseingang erhöhte sich 2025 auf rund 6,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit lag der Auftragseingang erstmals seit 2022 wieder über dem Umsatz.
3. Welche Regionen haben zur Stabilisierung des Geschäfts beigetragen?
Vor allem das Wachstum in China trug zur Stabilisierung des Gesamtumsatzes bei. Auch Europa ohne Deutschland sowie die Region Asien/Afrika/Australien verzeichneten leichtes Wachstum. In Deutschland ging der Umsatz dagegen leicht zurück.
4. Wie viel investierte Bosch Rexroth 2025 in die Zukunft?
Das Unternehmen investierte rund 560 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung sowie in Maschinen, Anlagen und Gebäude. Damit will Bosch Rexroth seine Wettbewerbsfähigkeit stärken und die Basis für künftiges Wachstum sichern.
5. Wie fällt der Ausblick auf das Jahr 2026 aus?
Bosch Rexroth erwartet für 2026 ein leichtes Wachstum. Der Ausblick steht jedoch unter dem Vorbehalt, dass sich die geopolitische Lage nicht weiter verschärft und der hohe Kostendruck das Geschäft nicht zusätzlich belastet.