Industrielle KI für die Produktion
Siemens und IFS kooperieren
Industrielle KI steht im Mittelpunkt einer neuen strategischen Partnerschaft von Siemens und IFS. Ziel ist die engere Verbindung von Entwicklung, Produktion und Anlagenbetrieb.
Für Mark Moffat, CEO von IFS, ist die Partnerschaft mit Siemens ein wichtiger Baustein, um Entwicklung, Produktion und Betrieb durch industrielle KI enger miteinander zu verknüpfen.
IFS
IFS, ein Anbieter von industrieller KI-Software, hat eine neue strategische Partnerschaft mit Siemens angekündigt. Ziel ist es, die Expertise aus Planung und Entwicklung enger mit dem realen Betrieb von Industrieanlagen zu verbinden und dadurch Produktion sowie Maschinen effizienter und zuverlässiger zu machen.
Wie aus der Mitteilung hervorgeht, vereint die Zusammenarbeit die Kompetenzen von Siemens in den Bereichen industrielle KI, Engineering, Automatisierung und Fertigungssteuerung mit den Stärken von IFS bei industrieller KI, Anlagenmanagement und Servicelösungen im Betrieb.
Gemeinsam wollen beide Unternehmen eine zentrale Lücke schließen: die Diskrepanz zwischen der Planung von Produktionsprozessen und deren tatsächlichem Ablauf. Diese führt in vielen Unternehmen zu ungeplanten Stillständen, nicht abgestimmten Wartungsplänen, getrennten Produktionsdaten und Störungen in der Lieferkette. Die Folgen sind Einbußen bei Produktivität, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit.
Diese Herausforderungen stehen im Fokus
Hersteller stehen zunehmend unter Druck, mit bestehenden Anlagen mehr Leistung zu erzielen. Dazu gehören eine höhere Produktion, die Sicherung von Margen sowie die Verlängerung der Nutzungsdauer von Maschinen über ihren gesamten Lebenszyklus. Gleichzeitig wächst die Anforderung, schneller und flexibler auf Veränderungen zu reagieren.
In vielen Unternehmen arbeiten Produktion, Wartungsplanung und Lieferkettenmanagement jedoch weiterhin getrennt voneinander. Dadurch bleiben Konstruktionsvorgaben, die tatsächliche Anlagenleistung und Service-Strategien voneinander isoliert.
Wie Industrielle KI die Lücke schließt
Im Zentrum der Partnerschaft steht die industrielle KI. Siemens und IFS verfolgen das gemeinsame Ziel, digitale Planung und reale Produktion in einem kontinuierlichen Kreislauf miteinander zu verbinden. Designentscheidungen sollen mit den tatsächlichen Betriebsdaten verknüpft werden. Gleichzeitig sollen Erkenntnisse aus dem Anlagenbetrieb wieder in Planung und Entwicklung zurückfließen.
Die Technologie für den digitalen Zwilling stammt von Siemens und liefert Daten sowie Kontext aus Entwicklung, Simulation und Fertigung. IFS ergänzt diese Informationen um Daten aus dem laufenden Betrieb, beispielsweise zur Wartung, zum Verhalten der Anlagen und zu ihrem gesamten Lebenszyklus.
Gemeinsam soll so ein digitaler Zwilling entstehen, der sowohl Planungs- als auch Betriebsdaten zusammenführt. Er soll sicher, nachvollziehbar und auditierbar über Entwicklung, Produktion, Service und Betrieb hinweg eingesetzt werden und damit auch den Anforderungen eines industriellen Einsatzes im großen Maßstab gerecht werden.
Wie das Unternehmen erklärt, unterscheidet sich dieser Ansatz von allgemeinen KI-Modellen. Industrielle Anwendungen erfordern höchste Genauigkeit, Zuverlässigkeit und regulatorische Sicherheit, da bereits kleine Fehler erhebliche Auswirkungen auf Sicherheit, Compliance und kostenintensive Anlagen haben können.
FAQ: Industrielle KI
1. Welche Rolle spielt Industrielle KI in der Partnerschaft?
Sie soll Entwicklung, Produktion und Anlagenbetrieb in einem kontinuierlichen digitalen Kreislauf miteinander verbinden.
2. Warum ist Industrielle KI für Hersteller wichtig?
Sie soll Produktivität, Flexibilität und die Effizienz bestehender Anlagen verbessern.
3. Welche Aufgabe übernimmt Siemens bei der Industriellen KI?
Siemens liefert die Technologie für den digitalen Zwilling sowie Daten aus Entwicklung, Simulation und Fertigung.
4. Welche Rolle übernimmt IFS bei der Industriellen KI?
IFS ergänzt Betriebs-, Wartungs- und Lebenszyklusdaten aus dem laufenden Anlagenbetrieb.
5. Welches Ziel verfolgen Siemens und IFS mit Industrieller KI?
Beide Unternehmen wollen die Lücke zwischen Planung und realem Anlagenbetrieb schließen und dadurch messbare Verbesserungen ermöglichen.