Anwender profitieren von Kooperation zwischen Familienunternehmen und Start-up

Automatisierung macht personalisierte Medizin bezahlbar

Trifft die Innovationskraft von Start-ups auf das Know-how renommierter Familienunternehmen, kann aus der Kooperation etwas entstehen, von dem nicht nur die beteiligten Unternehmen profitieren, sondern auch Umwelt und Anwender. Der Fluidikexperte Bürkert ist eine Partnerschaft mit Green Elephant Biotech, den Spezialisten für nachhaltige Zellkultur- und Labortechnik, eingegangen.

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Verschiedene Produkte wie z.B. CellScrew mini adapter von Green Elephant Biotech profitieren von der Kooperation und ermöglichen regeneratives Wirtschaften, von dem Mensch und Umwelt direkt profitieren.

Nicht selten wird die Innovationskraft eines Start-ups ausgebremst, sobald ein Investor einsteigt und zu komplexe Prozesse überstülpt. Bei der Kooperation zwischen dem Familienunternehmen Bürkert Fluid Control Systems und Green Elephant Biotech (GEB), den Spezialisten für nachhaltige Zellkultur- und Labortechnik, wurde deshalb bewusst darauf geachtet, genau das zu verhindern. Davon profitieren nun nicht nur beide Unternehmen, sondern auch die Anwender (Bild 1). Als Biotech-Experte für nachhaltige Zellkulturtechnik im Life-Sciences-Bereich ist das Start-up ein innovativer Akteur in der Biotechnologie-Branche. Dieses Know-how und die entsprechenden Netzwerke sind für den Fluidikexperten sehr hilfreich. Das Familienunternehmen wiederum bringt langjähriges Know-how in der Planung und Entwicklung automatisierter Fluidiklösungen ein. Außerdem profitiert die Kooperation von der regionalen Nähe und der gemeinsamen Muttersprache. Felix Wollenhaupt, Mitgründer und Geschäftsführer bei GEB erläutert: „Bürkert ist attraktiv für uns als Technologiepartner, weil wir mit der Zusammenarbeit die Lücken in der Gerätentwicklung, Fluidsteuerung, Regelungstechnik und auch die ganze Systemintegration schließen.“

Produkte für regeneratives Wirtschaften

An verschiedenen Produkten von GEB zeigt sich, welchen konkreten Nutzen Anwender aus der Kooperation ziehen: Personalisierte Medizin und Laborverbrauchsmaterialien aus pflanzenbasiertem Kunststoff (Bild 2). Personalisierte Medizin kann Leben retten, ist meist jedoch sehr teuer. Das liegt daran, dass die Produkte in individuellen Losgrößen hergestellt werden, dennoch einen ähnlich hohen Aufwand in Dokumentation und Qualitätssicherung nach sich ziehen wie eine Serienfertigung. Gerade die Lohnkosten führen hier zu den hohen Produktkosten, die teilweise im sechs- bis siebenstelligen Eurobereich liegen. Durch Automatisierung kann das innovative Zellkultursystem CellScrew Personalkosten einsparen und personalisierte Medizin nachhaltig und effizient herstellen. Sie kommt dadurch in einen Preisrahmen, der von Krankenkassen übernommen werden kann. Durch die Partnerschaft, bei der Know-how aus den Bereichen der Fluidik-Automatisierung und der Biotechnologie zusammenkommen, entsteht ein erheblicher gesellschaftlicher Mehrwert. Ähnliches gilt für die Produkte aus pflanzenbasiertem Kunststoff (PLA) der Biotechnologen. Herkömmliches Laborverbrauchsmaterial wie Petrischalen, Pipettenspitzen oder Reaktionsgefäße setzt in der Regel auf Polystyrol, ein Kunststoff, der nicht biologisch abbaubar und daher in der Entsorgung problematisch ist. Hier können die PLA-Alternativen einen wichtigen Einfluss auf nachhaltiges Wirtschaften von Unternehmen nehmen. Die Produkt-Beispiele machen deutlich, welcher volkswirtschaftliche Nutzen aus einer Kooperation von innovativen Start-ups und renommierten Familienunternehmen mit flexiblen Strukturen entstehen kann. Die Fluidikexperten sind daher für weitere Kooperation offen zum Beispiel in den Branchen Food & Beverage, New Food, Labor oder erneuerbare Energien.

Felix Wollenhaupt (Green Elephant Biotech) und Hendrik Faustmann (Bürkert Fluid Control Systems) freuen sich über die Kooperation, von der nicht nur Bürkert und Green Elephant Biotech profitieren, sondern vor allem auch die Anwender.

Über Green Elephant Biotech

Green Elephant Biotech entwickelt, produziert und vertreibt als weltweit erstes Unternehmen Verbrauchsmaterialien für Labore aus pflanzenbasierten Kunststoffen. Mit ihren innovativen und nachhaltigen Produkten ermöglicht Green Elephant Biotech der biopharmazeutischen Industrie, neue und lebensverändernde Therapien für Patienten verfügbar zu machen. Das innovative Zellkultursystem CellScrew®, das erste Produkt des Unternehmens, ermöglicht der biopharmazeutischen Industrie und akademischen Forschung eine nachhaltigere und effizientere Zellkultur. Green Elephant Biotech wurde 2021 von Felix Wollenhaupt und Dr. Joel Eichmann aus der Technischen Hochschule Mittelhessen ausgegründet und beschäftigt derzeit 14 Mitarbeiter:innen in Berlin und Gießen.

Weitere Informationen unter: www.greenelephantbiotech.com https://www.linkedin.com/company/green-elephant-biotech