Leitfaden zur smarten Fertigung

Digitale Produktion: Was Firmen heute zur Umsetzung brauchen

Die deutsche Wirtschaft ist in fünf Jahren um 14% digitaler geworden. Heute sind die Voraussetzungen besser als je zuvor, um digitaler und somit smarter zu produzieren – Zeit, klar zu benennen, was wirklich gebraucht wird.

Eine Produktion wird erst dann wirklich digital und zukunftsfähig, wenn sie als Ganzes gedacht wird – vom Shopfloor über Linien und Werke bis zu MES, ERP und Cloud.
Eine Produktion wird erst dann wirklich digital und zukunftsfähig, wenn sie als Ganzes gedacht wird – vom Shopfloor über Linien und Werke bis zu MES, ERP und Cloud.

1. Grundlagen digitaler Produktion

In der Produktion wird in Bedarfen gedacht. Für einen Auftrag braucht es Maschinen, Personal, Material und Werkzeuge. Die Organisation ihrer Beschaffung, die Planung ihres Einsatzes und die Überwachung bis hin zur Qualitätsprüfung liegen beim Produktionsleiter. Das Denkmuster dahinter ist seit jeher dasselbe: Wann wird was wo von wem benötigt?

Was dabei oft unterschätzt wird, sind die Fragen nach dem Ist-Zustand: Wann ist der Auftrag tatsächlich fertig? Wo befindet sich das Werkzeug? In welchem Status ist die Maschine? Wie wurde ein Parameter eingegeben? Wie kam es zur Störung XYZ?

Genau hier setzt die digitale Produktion an. Sie schafft die Grundlage, diese Fragen zuverlässig zu beantworten – je nach Digitalisierungsgrad bis hin zur autonomen Fertigung. Eine Produktion, die ihre Abhängigkeiten kennt, ist strukturiert. Eine Produktion, die ihre Abläufe transparent macht, ist effizient.

Die Grundlage dafür ist ein verlässlicher Zugang zu den relevanten Echtzeitinformationen aus der Produktion. Ohne diesen Zugang bleiben Verbesserungen begrenzt und Potenziale ungenutzt.

2. Zugang zu Produktionsdaten

Wissen, wie hoch der Energiebedarf für einen Auftrag ist. Werkzeuge nicht länger an zig Arbeitsplätzen gehortet und deshalb wegen Nicht-Auffindbarkeit teuer nachbestellt. Betriebszeiten einer Maschine mit Arbeitszeiten korrelieren und besser einplanen, Materialgüte vergleichen. Ersatzteile rechtzeitig bestellen, liefern und terminiert tauschen.

Solche und viele weitere Szenarien, die Produktionsverantwortlichen wie Musik in den Ohren klingen, werden erst mit dem Zugang zu Produktionsdaten möglich. Dass dabei zusätzlich KPIs fürs Controlling entstehen, versteht sich von selbst. Der eigentliche Mehrwert liegt nicht in der Überwachung von Zahlen, sondern die Arbeit mit ihnen.

Der Weg dorthin führt über einen intrinsischen Datenbedarf, der durch das kontinuierliche Stellen und Beantworten von Ist-Fragen entsteht. Wichtig dabei ist ein „gesunder Datenhunger“ – statt die schnellen „Big-Data-Burger“ anderer zu kopieren.

Die vorrangige Herausforderung liegt im Zugang zu den Daten. Neben klassischen Schnittstellen- und Lieferverträgen ist hier auch das eigene Recht entscheidend: Ab dem 12. September 2025 gilt der EU Data Act. Er gibt Unternehmen ein Anrecht auf den Zugang zu Daten – und damit auch auf die Produktionsdaten, die Maschinen parallel zu Produkten erzeugen. Doch der Zugang allein reicht nicht – erst die Integration in Prozesse macht Produktionsdaten wirklich wertvoll. Unternehmen gewinnen damit Transparenz, Verlässlichkeit und Kostenkontrolle im laufenden Betrieb.

3. Integration von Prozessen

Die Nutzung von Informationen aus der Produktion bedeutet nicht, sie im großen Umfang zu sammeln, abzuspeichern und zu vergessen, sondern sie gezielt in Prozesse zu integrieren. Erst durch die Integration wird aus dem „Big Data“-Modell der 90er das „Smart Data“-Modell der Industrie 4.0.

Datenintegration heißt, dass Informationen zwischen Prozessen und Systemen flüssig fließen – wie ein Nervensystem am Puls der Produktion. Alarme und Meldungen an Maschinen führen unmittelbar zu Aktionen. Bedarfe entstehen nicht mehr unerwartet, sondern werden vorausschauend gedeckt.

Entscheidend ist dabei die Fusion von Informationen aus der Produktion mit der eigenen Business Intelligence. So entstehen neue, hochskalierbare Alleinstellungsmerkmale (USPs). Diese lassen sich jedoch nur realisieren, wenn Informations-Technik (IT) und operative Technik (OT) eng miteinander vernetzt werden.

Erst im Zusammenspiel mit den übrigen Unternehmensbereichen wird daraus eine wirklich ganzheitliche digitale Produktion – und zugleich der Hebel für die Skalierung des gesamten Unternehmens. Dadurch entstehen Prozesse, die vorausschauend agieren, indem sie nicht nur reagieren, sondern die Produktion zugleich resilienter und anpassungsfähiger machen.

Lösungen wie die Data Orchestration Plattform Codabix® von Traeger Industry Components zeigen, wie sich Datenflüsse von der Maschine bis ins ERP-System orchestrieren lassen – ohne neue Insellösungen zu schaffen. (Bild: Traeger GmbH)
Lösungen wie die Data Orchestration Plattform Codabix® von Traeger Industry Components zeigen, wie sich Datenflüsse von der Maschine bis ins ERP-System orchestrieren lassen – ohne neue Insellösungen zu schaffen.

4. Skalierung über Unternehmensgrenzen

Daten unidirektional von A nach B zu transportieren ist längst keine Magie mehr. Anspruchsvoll wird es, wenn Informationen gleichzeitig an mehrere Systeme bidirektional verteilt und dabei Entscheidungen über Inhalt und Ziel getroffen werden müssen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, braucht es Lösungen zur Daten-Orchestration, die IT- und OT-Systeme vernetzen und unabhängig von bestehenden Schnittstellen einen skalierbaren Datenfluss entlang der eigenen Business Intelligence ermöglichen.

Lösungen wie die Data Orchestration Plattform Codabix® von Traeger Industry Components zeigen, wie sich Datenflüsse von der Maschine bis ins ERP-System orchestrieren lassen – ohne neue Insellösungen zu schaffen.

Die Kernaufgabe solcher Plattformen liegt in der Normierung der Datenbasis sowie im sicheren, konsistenten, deterministischen, durchgängigen und herstellerunabhängigen Austausch zwischen den Systemen. Gleichzeitig wird die eigene Business Intelligence zum direkten Bestandteil der Orchestration. So entsteht eine Architektur, die sich schrittweise ausbauen lässt – vom Shopfloor bis zur Cloud.

5. Digitale Produktionswelt

Eine Produktion wird erst dann wirklich digital und zukunftsfähig, wenn sie als Ganzes gedacht wird – vom Shopfloor über Linien und Werke bis zu MES, ERP und Cloud. Einzelne Projekte oder Piloten sind dafür zu wenig, denn ohne durchgängige Architektur entstehen Insellösungen oder „smarte Löcher“: moderne Teilbereiche, die den Informationsfluss unterbrechen und Fortschritt ausbremsen. Wer stattdessen auf standardisierte, skalierbare, herstellerunabhängige Vernetzung setzt, sichert Nachhaltigkeit und legt den Grundstein für den erfolgreichen Einsatz von künstlicher Intelligenz. Traeger Industry Components begleitet Unternehmen genau auf diesem Weg in die digitale Produktionswelt.

Datenintegration heißt, dass Informationen zwischen Prozessen und Systemen flüssig fließen – wie ein Nervensystem am Puls der Produktion.
Datenintegration heißt, dass Informationen zwischen Prozessen und Systemen flüssig fließen – wie ein Nervensystem am Puls der Produktion.

Fazit

Die digitale Produktion wird durch den Zugang zu Echtzeitdaten, deren Integration in Prozesse und eine skalierbare Orchestration effizienter, transparenter und resilienter. Traeger bietet mit Codabix® eine Plattform, die IT- und OT-Systeme verbindet, Datenflüsse standardisiert und Unternehmen den Weg zu einer zukunftsfähigen, KI-gestützten Produktion ebnet.

Warum ist Traeger die Lösung für Produktionsdaten?
Weil Codabix® Daten aus allen Systemen normiert, integriert und damit Transparenz sowie Kostenkontrolle schafft.

Wofür brauchen Unternehmen Traeger?
Um ihre Produktion durchgängiger, skalierbarer und herstellerunabhängig zu vernetzen – vom Shopfloor bis zur Cloud.

Wie unterstützt Traeger Unternehmen langfristig?
Durch eine nachhaltige Architektur, die KI-Anwendungen vorbereitet und Insellösungen vermeidet.

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