Interview zur Motek 2026 mit Carsten Busch von Denso Robotics Europe
„Wir sehen eine zunehmende Annäherung von klassischen Industrierobotern und Cobots“
Kompakte High-Performance-Robotik, KI-gestützte Vision und die wachsende Verschmelzung von Industrierobotern und Cobots: Carsten Busch, Vertriebsleiter von Denso Robotics Europe, über Trends, Anwendungen und Impulse der Motek 2026.
Philip BittermannPhilipBittermannEditor-in-Chief neue verpackung / Automation NEXT
2 min
Carsten Busch, Vertriebsleiter bei Denso Robotics EuropeDenso
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Redaktion: Herr Busch, Denso ist ein führender Anbieter von kleinen Industrierobotern – wie hat sich die Rolle kompakter, hochpräziser Robotiksysteme in der Montage und Produktionsautomatisierung in den letzten Jahren verändert?
Carsten Busch: Kompakte, hochpräzise Roboter wie Denso SCARA Roboter oder Denso Knickarmroboter haben sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Sie ermöglichen heute eine Kombination aus Geschwindigkeit, Präzision und Flexibilität, die für moderne Produktionskonzepte entscheidend ist. Durch ihre High-Performance mit kürzesten Zykluszeiten – basierend auf einem optimierten Design – sowie höchste Qualität und Langlebigkeit tragen sie maßgeblich zu einer schnellen Amortisation (ROI) bei.
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Am Stand von Denso wird gleich eine ganze Reihe unterschiedlicher Roboter zu sehen sein.Denso
Insgesamt sind kompakte Roboter damit nicht mehr nur Effizienztreiber, sondern ein strategischer Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Produktionsflexibilität.
Redaktion: Sie sind regelmäßig auf der Motek vertreten – welche Rolle spielt die Messe für Sie als Plattform?
Busch: Die Motek ist für uns eine wichtigte Plattformen, um mit Maschinenbauern und Systemintegratoren sowie Endkunden in den direkten Austausch zu gehen. Als Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung bringt sie die gesamte Wertschöpfungskette zusammen und schafft gezielt Vernetzung zwischen Technologieanbietern und Anwendern.
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Für uns steht dabei weniger die reine Produktpräsentation im Vordergrund, sondern der konkrete Dialog über Applikationen, Trends und gemeinsame Lösungen. Gerade dieser praxisnahe Austausch macht die Motek zu einem Impulsgeber für neue Projekte und Partnerschaften
Redaktion: Ihr Portfolio reicht von schnellen SCARA-Robotern über 6 Achssysteme bis hin zu kollaborativen Robotern wie dem Cobotta – welche konkreten Anwendungen und Entwicklungen werden Sie auf der Motek demonstrieren?
Busch: Wir zeigen auf der Messe das gesamte Spektrum moderner Robotik – von hochdynamischen SCARA-Robotern über intelligente kollaborative Anwendungen bis hin zur sicheren Mensch-Roboter-Kollaboration.
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Besucher erleben live, wie unsere HSR-SCARA-Roboter High-Speed-Pick-and-Place-Prozesse realisieren, wie Cobotta und Cobotta Pro KI-gestützte 3D-Bin-Picking-Aufgaben übernehmen und wie unsere VS-Serie durch intelligente Safety-Funktionen eine sichere Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter ohne trennende Schutzeinrichtungen ermöglicht
Redaktion: Mit Systemen wie Cobotta treiben Sie die Mensch Roboter Kollaboration voran – wo sehen Sie aktuell die größten Potenziale für MRK in der Industrie, etwa in Montage, Handling oder Qualitätssicherung?
Busch: Aktuell sehen wir in verschiedenen Bereichen der Materialhandhabung, Montage und Qualitätssicherung ein wachsendes Potenzial für kollaborative Robotik.
Die Wahl zwischen Cobot und Industrieroboter hängt dabei maßgeblich von den Anforderungen der Anwendung ab – ob maximale Flexibilität und Mensch-Roboter-Kollaboration oder höchste Leistung und kürzeste Zykluszeiten im Vordergrund stehen.
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Redaktion: Themen wie KI-gestützte Bildverarbeitung, flexible Automation und Fachkräftemangel prägen die Branche – wie spiegeln sich diese Trends konkret in Ihren Robotiklösungen und deren Weiterentwicklung wider?
Busch: KI-gestützte Bildverarbeitung ist bei Denso Robotics bereits heute fester Bestandteil vieler Automatisierungslösungen. 3D-Vision-Systeme, beispielsweise in Kombination mit Technologien wie Cambrian Vision, ermöglichen Robotern ein noch flexibleres Arbeiten in dynamischen Produktionsumgebungen.
Auch künftig werden leistungsstarke Industrieroboter eine zentrale Rolle spielen – insbesondere dort, wo maximale Geschwindigkeit, Präzision und Produktivität gefragt sind. Gleichzeitig erschließen kollaborative Roboter neue Anwendungsfelder, in denen die Flexibilität und zukünftig auch direkte Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine einen entscheidenden Mehrwert bietet.
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Wir sehen eine zunehmende Annäherung von klassischen Industrierobotern und Cobots. Die Zukunft gehört intelligenten Robotersystemen, die hohe Performance mit sicherer Mensch-Roboter-Kollaboration verbinden. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen werden diese Entwicklung weiter vorantreiben, indem sie die Fähigkeiten von Robotern erweitern und die Zusammenarbeit mit dem Menschen noch effizienter und intuitiver gestalten.