IO-Link Safety für flexible, einfache Konnektivität
Safety auf den Punkt gebracht
Um heute Prozesse optimieren zu können, werden große Datenmengen benötigt. Die Kommunikationstechnik IO-Link Safety geht hier neue Wege: Sie ermöglicht eine sichere Datenübertragung bis zum letzten Sensor im Feld – für mehr Maschinenverfügbarkeit und eine flexiblere Automatisierung.
Matthias WolferMatthiasWolferMatthias WolferProduktmanager Controllers bei Pilz
3 min
IO-Link Safety bietet umfassende Diagnosemöglichkeiten für Feldgeräte inklusive einer vereinfachten Fehleranalyse.Pilz
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IO-Link Safety nutzt die Punkt-zu-Punkt-Kommunikation:
Sie lässt eine schnelle, einfache und sichere Integration von Sicherheitssensoren
bis ins Feld zu. Darüber hinaus weist IO-Link Safety den Weg hin zu einer zukunftsfähigen
Selbstdiagnose und Datenauswertung bis auf die Feldebene. Ein entscheidender
Punkt für ein sicheres IIoT: Diese Kommunikationstechnologie optimiert den sicheren
Datenaustausch vernetzter Maschinen und Anlagen.
Zertifizierter Master für eine flexible
IO-Link Safety
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Aktuell stehen für die sichere Kommunikation
ins Feld erste IO-Link-Safety-Geräte bereit: Der Sicherheitsexperte Pilz zum
Beispiel bietet eine Komplettlösung IOLS mit Master, Sensoren, Feldgeräten
sowie passenden Konfigurationstools. Solche kompletten Pakete aus einer Hand
bedeuten für den Anwender, dass er die IO-Link-Safety-Techik beziehungsweise
deren Geräte oder Sensoren wesentlich einfacher in seine Anlage integrieren
kann.
Passende Konfigurationstools unterstützen
den Anwender dabei zusätzlich. Wenn erforderlich, können Anwender auch IO-Link-Geräte
sowie marktübliche Sicherheitssensoren integrieren. Wie mit dem IO-Link Safety
Master PDP67 von Pilz zum Beispiel. Wenn Anwender ihn einsetzen, können sie flexibel
entscheiden, was sie anschließen möchten: Werden Eingänge oder Ausgänge benötigt?
Oder zusätzliche Geräte wie Lichtgitter, Not-Halt-Geräte oder Standardgeräte?
Denn der IO-Link Safety Master PDP67 kann sowohl IO-Link Safety-Signale, FailSafe- als
auch IO-Link- und Standardsignale verarbeiten. Zudem lassen sich klassische
Sicherheitssensoren – beispielsweise mit OSSD-Ausgängen – oder auch Aktoren im
Feld anschließen.
Einfach und platzsparend integrieren
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Die Kommunikation über IO-Link Safety läuft
grundsätzlich immer über ungeschirmte Kabel, da nur eine kurze Distanz von bis
zu 20 Metern überbrückt werden muss. Hierfür nutzt IO-Link Safety industrieübliche
Anschlüsse. Die Verdrahtung wird durch die Verwendung von IP67-Geräten mit
M12-Rundsteckverbindern erleichtert und ist dadurch besonders effizient. Denn statt
komplexer Verkabelungen, verbinden Anwender über eine einfache
Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Das heißt, es ist ausreichend den Port am Master korrekt
zu konfigurieren.
Weiterer Pluspunkt: Beim IOLS-Master zum
Beispiel ersetzt der Anschluss eines Sensors an IP67 I/O über genormte M12-Steckverbindungen die gesamte Eingangsverdrahtung zum
Schaltschrank (Einkabellösung). Dazu lässt
sich die Applikation über das Softwaretool PASconfig einfach konfigurieren und
in Betrieb nehmen. Das verkürzt die Integration und minimiert andererseits
zukünftige Ausfallzeiten im Feld.
Null-Fehler durch optimiertes
Datenmanagement
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Da die M12-Stecker beim IO-Link-Safety-Protokoll
grundsätzlich kodiert sind, reduziert sich das Risiko eines falschen
Anschlusses. Zwar ist es mechanisch möglich, einen Sensor an den falschen
IO-Link-Safety-Port anzuschließen, doch das Programm würde einen Fehler sofort
melden. Und da es sich um Sicherheitssensoren handelt, läuft die Maschine gar
nicht erst an – so gibt es bei einem Fehler keine gefährlichen Zustände. Daher:
Nicht nur das Verdrahten, sondern auch die Fehlersuche ist mit dieser
Technologie weitestgehend automatisiert und gestaltet sich unkompliziert – IO-Link
Safety liefert die Daten für die Diagnose gleich mit.
Das IO-Link-Safety-Paket aus Master, Sensoren sowie Feldgeräten und passendem Zubehör von Pilz unterstützt mit Blick auf das Internet der Dinge IIoT vernetzte Maschinen und Anlagen herstellerungebunden bis auf die Sensor- beziehungsweise Feldebene.Pilz
Ein weiterer Vorteil dieser
Kommunikationstechnik ist es, dass sich alle Geräte in der verketteten Anlage
eigenständig identifizieren und parametrieren lassen. Auch
sind bei einem Geräteausfall beziehungsweise -tausch alle Parameter automatisch
auf das neue Gerät übertragbar. Zusätzlich können Anwender sie entweder in der
Steuerung oder – wie bei Pilz – auf einer SD-Karte im Master speichern. Damit
reduziert dieses sichere Kommunikationsprotokoll die sonst benötigten Zeiten
für Installation, Inbetriebnahme und Wartung deutlich.
'Gewusst was' für vorausschauende
Produktion
Die
IO-Link Safety-Technik kann Anwender insbesondere auch mit Blick auf die
Produktivität gut unterstützen: Bei Pilz verfügen die Geräte im IO-Link-Safety-System
IOLS über eine Funktion zur Selbstdiagnose, wobei die IOLS-Sensoren Information
über den Ist-Zustand bereitstellen. Beispielsweise wie häufig die Wartungstür
geöffnet, der Not-Halt betätigt oder in Lichtgitter eingegriffen wurde. Diese
Informationen werden dann in der übergeordneten Steuerung erfasst und lassen
sich zur Erstellung passender Konzepte zur Fehlerbehebung nutzen.
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Diese
erweiterte Diagnosefähigkeit der IOLS-Sensoren hat gerade auch beim Einsatz von
Lichtgittern dezidierte Vorteile. Beispiel: Die Signalqualität eines
Lichtgitters kann durch eine fehlerhafte Ausrichtung oder durch Verschmutzung über
die Zeit abnehmen. Mit IOLS ausgestattete Lichtgitter können solche
Informationen automatisch an die übergeordnete Steuerung oder das Bedienpanel
übermitteln. Dies ermöglicht eine vorausschauende wie vorbeugende Wartung, weil
potenzielle Fehler frühzeitig erkannt und gemeldet werden, ohne dass der
Maschinenbediener dies manuell überprüfen muss.
Master für die Feldebene
Beim IO-Link Safety Master PDP67 von Pilz stehen vier
IO-Link Safety Ports (Class A) und zusätzlich vier Ports mit jeweils zwei
konfigurierbaren sicheren digitalen Ein- oder Ausgängen zur Verfügung. Anwender
können diese individuell nutzen: Je nach Anforderung lassen sich an diese entweder
Sensoren oder Aktoren anschließen. Designs lassen sich so flexibler gestalten
und erweitern sowie modulare Anlagenkonzepte umsetzen. Dank seiner robusten Schutzart IP67 bzw.
IP69K kann der IO-Link Safety Master PDP67 direkt an der Maschine und beziehungsweise oder
in besonders rauen Umgebungen bis 5.000 Höhenmeter und bei Temperaturen von 30 bis 70 °C eingesetzt werden. Damit sorgt er in Industrie- oder
Outdoorumgebungen bei Schmutz, Nebel oder ähnlichen Verhältnissen zuverlässig
für Sicherheit.
Diagnose
für optimierten Materialtransport
Generell optimiert IOLS bei Sicherheitslichtgittern die
Sicherheit durch neue Features: Durch die so genannte Einzelstrahlauswertung
kann jeder Lichtstrahl ausgewertet und in der übergeordneten Steuerung
verarbeitet werden. Dadurch kann zusätzlich die Objektgrößenerkennung während
des Materialtransports überwacht werden. Sind beispielsweise im Prozess
Paletten mit der Größe von einem Meter zulässig, übermittelt die
Einzelstrahlauswertung diesen Zustand an die Steuerung. Sie erkennt dann, ob es
sich um die korrekten oder größere Paletten handelt. Mit diesen Informationen
kann die übergeordnete Steuerung eine entsprechende Aktion einleiten.
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In Echtzeit übermittelt die Bedieneinheit PITgatebox IOLS Diagnosedaten über den IO-Link Safety Master direkt an die Anlagensteuerung – etwa zum Türstatus und Betriebszustand von Schutztürsystemen.Pilz
Schutztüren
live überwachen
Wenn
auch Bedieneinheiten wie PITgatebox IOLS in einem IO-Link-Safety-System zur
Verfügung stehen, dann lassen sich sicherheitsrelevante Daten und Diagnosedaten
übermitteln, beispielsweise zum Betriebszustand der Bedieneinheit und zum
Türstatus von Sicherheitszuhaltungen. Wobei der IO-Link Safety Master diese
Daten direkt an die Anlagensteuerung übermittelt. Sichere Schutztürsysteme
lassen sich so einfach, sicher
und flexibel realisieren. Für den Einsatz dieser Technik gilt: Der
Verkabelungsaufwand für solche Anwendungen ist standardisiert und deutlich
reduziert, die Punkt-zu-Punkt-Verbindung vereinfacht die Verdrahtung. Dank IO-Link Safety erhalten Betreiber von Anlagen
komprimierte Daten, digitalisiert, an einer Stelle in ihr System. Dieses ermöglicht eine transparente
Zustandsüberwachung.
FAQ: IO-Link Safety
1. Was ist IO-Link Safety? IO-Link Safety ist eine sichere Kommunikationstechnologie, die Daten bis zum letzten Sensor im Feld überträgt. Sie ermöglicht eine einfache Punkt-zu-Punkt-Verbindung und unterstützt damit flexible, vernetzte Maschinen und Anlagen.
2. Welche Vorteile bietet IO-Link Safety bei der Installation? Die Technik reduziert den Verkabelungsaufwand deutlich. Ungeschirmte Standardkabel, M12-Rundsteckverbinder und IP67-Geräte ermöglichen eine platzsparende und effiziente Verdrahtung direkt im Feld.
3. Wie unterstützt IO-Link Safety die Fehlerdiagnose? Geräte können sich selbst identifizieren, Parameter automatisch übernehmen und Diagnosedaten bereitstellen. Falsche Anschlüsse oder Gerätefehler werden frühzeitig erkannt, sodass gefährliche Maschinenzustände vermieden werden.
4. Warum ist IO-Link Safety für die vorausschauende Produktion wichtig? Sensoren liefern Informationen zum Zustand der Anlage, etwa wie oft eine Wartungstür geöffnet oder ein Not-Halt betätigt wurde. Diese Daten helfen, Wartung und Fehlerbehebung frühzeitig zu planen.
5. Wo lässt sich IO-Link Safety besonders sinnvoll einsetzen? Typische Anwendungen sind Sicherheitslichtgitter, Schutztürsysteme, Bedieneinheiten und modulare Maschinenkonzepte. Besonders nützlich ist die Technik dort, wo Sicherheit, Diagnosefähigkeit und flexible Erweiterbarkeit gefragt sind.