Rundum sorglos – vom Erstkontakt bis zur Validierung
Findling Wälzlager begleitet Kunden strukturiert durch den gesamten Entwicklungsprozess: von der technischen Analyse über Simulation und Sourcing bis zur Bemusterung und Validierung. Ziel ist eine passgenaue Lagerlösung, die Leistung, Lebensdauer und Kosten optimal austariert.
Klaus FindlingKlausFindlingGeschäftsführer, Findling Wälzlager
3 min
Simulation und Beratung im Zusammenspiel: Findling Wälzlager entwickelt passgenaue Lagerlösungen von der technischen Analyse bis zur Validierung.Stock.adobe.com - Kintamani
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In Zeiten hohen Kosten- und Innovationsdrucks
ist eine kompetente und strukturierte Anwendungsberatung seitens der Zulieferer
ein entscheidender Schlüssel zum Erfolg eines produzierenden Unternehmens. Findling
Wälzlager hat als jahrzehntelanger Lieferant für unterschiedlichste Branchen und
Applikationen seine Beratungskompetenz optimiert und begleitet Anwender mit
seiner Expertise durch das komplette Projekt. Das beginnt mit dem Erstkontakt
und endet mit der Validierung der erarbeiteten Lösung – immer begleitet von
einem hauseigenen Qualitätsmanagement. Jeder Beratungsschritt ist gemäß ISO
9001 genau definiert und muss entsprechend geprüft und freigeben werden.
Im Dialog mit dem Kunden werden alle relevanten technischen Daten gesammelt. Auf dieser Basis beginnen die Experten bei Findling mit der Auslegung des optimalen Wälzlagers.Findling Wälzlager
Trotz und auch wegen der hohen Qualitätsstandards sei der Weg von der ersten Kundenanfrage bis zur
erfolgreichen Projektabwicklung nicht immer ein gerader Pfad, sondern ein
komplexes Geflecht aus Analysen, Simulationen und strategischem Sourcing, so das Unternehmen. Da ist es wichtig, dass das Unternehmen als
Partner immer den Überblick behält und Kunden zügig und konsequent
zur optimalen Lösung begleiten. Das beginnt mit dem ersten Anruf und endet erst
dann, wenn unsere Wälzlager in der geplanten Anwendung zuverlässig ihre Arbeit
tun.
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Alles beginnt mit der
Kontaktaufnahme seitens des Kunden. Sei es per E-Mail, Telefon oder Chatfunktion
auf der Website – die Anfrage markiert den Startpunkt für die Entwicklung einer
individuellen Lösung. Doch das ist erst der Anfang. Die Anfrage des Kunden ist
das Startsignal für Findling. Dabei ist es entscheidend,
dass von Anfang an klare und möglichst detaillierte technische Informationen
zur geplanten Anwendung vorhanden sind, um effizient arbeiten zu können. Während der
Kunde meist schon konkrete Vorstellungen äußert, bleiben die Entwickler ergebnisoffen und prüfen
gemeinsam mit dem Kunden die Vor- und Nachteile seiner Auslegung.
Die Analyse: Zielsetzung
herausarbeiten
Nachdem die Anfrage
eingegangen ist, beginnt bei Findling die genaue Prüfung der geplanten
Anwendung. Dazu werden zunächst im Dialog mit dem Kunden alle relevanten
technischen Daten gesammelt – natürlich unterstützt durch eine standardisierte
Checkliste, um die Vollständigkeit der Anforderungen zu gewährleisten. Darüber
hinaus werden die Zielsetzungen des Kunden herausgearbeitet und auf dieser
Basis die Anforderungen definiert. „Wir müssen nicht nur die Anwendung selbst,
sondern auch den Kontext kennen, in dem sie geplant wird“, erläutert Janek
Herzog, Anwendungsingenieur bei Findling. „Sollte die neue Konstruktion Kosten
sparen, handelt es sich um einen Prototypen oder wird eine Leistungssteigerung
anvisiert?“ In diesem Zusammenhang vermittelt Findling dem Kunden die ABEG-Methode
zur Lebensdauerberechnung von Wälzlagern, mit deren Hilfe sich der passende
Wälzlagertyp unter der Zielvorgabe des Cost-Sizings, Down-Sizings, Up-Sizings
ermitteln lässt.
Sind die Daten
zusammengetragen und die Anforderungen herausgearbeitet, haben die Ingenieure
bei Findling den notwendigen Input, um die Lebensdauer nach der ABEG-Methode zu
berechnen, die Anwendungssituation zu verstehen und die Anforderungen an das
Wälzlager bewerten zu können. Die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden ist dabei
eine wesentliche Voraussetzung für einen zügigen Projektfortschritt.
Anhand der gesammelten Daten
kann Findling nun eine vollständige Simulation des Wälzlagers durchführen.
Diese zeigt, in welcher Leistungsklasse die gewünschte Lebensdauer erreicht
wird, und ob bestimmte Anwendungsfaktoren wie Belastungskollektiv,
Schmierungssituation, Temperatur, Drehzahl oder Abdichtung kritisch sind. Auch
seitens der Konstruktion gibt es wichtige Faktoren wie die Einbaubedingungen,
die radialen und axialen Abstützungen der Lagerringe und die vorliegenden
Passungen. Die Berechnung ist entscheidend, um
sicherzustellen, dass das gewählte Wälzlager allen Anforderungen des Kunden
entspricht.
Die Entscheidung: Festlegung
von Leistungsklasse und Ausführung
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Basierend auf den Simulationsergebnissen wird die geeignete Leistungsklasse festgelegt und mit dem Kunden besprochen.Findling Wälzlager
Basierend auf den
Simulationsergebnissen wird die geeignete Leistungsklasse festgelegt und mit
dem Kunden besprochen. Die Ingenieure erläutern die von ihnen errechnete Lebensdauer des
Wälzlagers sowie die dazugehörigen Sicherheitsfaktoren. Neben der Leistungsklasse müssen auch
besondere Ausführungen und Merkmale des Wälzlagers wie Abdichtung, Käfig,
Schmierstoff, Schmierstoffmenge und Materialien thematisiert werden, damit das
Wälzlager unter den jeweiligen Anwendungsbedingungen optimal arbeiten kann. All
dies geht in die Detailspezifikation für das Wälzlager ein.
Anhand der Spezifikationen und
der Leistungsklasse sucht Findling in seinem Netz von Herstellerwerken nach dem
perfekten 'Match'. Die tägliche enge Zusammenarbeit mit den Lieferwerken lässt
uns schnell die technischen und wirtschaftlichen Details klären. So wird sichergestellt, dass am Ende ein Wälzlager angeboten wird, das
alle Kundenspezifikationen abdeckt.
In Absprache mit den Kunden liefert
das Unternehmen die benötigte Menge an Musterteilen. Die Bemusterung selbst
kann – je nach Kundenwunsch – in verschiedenen Stufen durchgeführt werden:
Erstmusterprüfbericht nach VDA und IMDS
Eintrag oder
PPAP (Production Part Approval Process) in
verschiedenen Leveln
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Alle vorhergehenden
Prozesse dienen dem einen Ziel, dass die nun erfolgte Bemusterung auf Anhieb
erfolgreich abläuft und unser Produkt allen Erwartungen des Kunden entspricht.
Die Validierung:
Sicherheit durch Tests
Zeigt sich nach der Validierung noch Optimierungsbedarf, werden die Musterlager aus den getesteten Baugruppen ausgebaut und einer Schadensanalyse nach VDI-Richtlinie 3822 unterzogen.Findling Wälzlager
Optional führt Findling je
nach Projekt und Kundenanforderung zusätzlich weitere Tests durch. Ein sehr
umfangreicher, aber gleichzeitig aussagekräftiger Test ist beispielsweise der
Lebensdauertest auf einem Leistungsprüfstand. Dabei werden Wälzlager unter
erschwerten Bedingungen betrieben, um ihren gesamten Lebenszyklus in einer
verkürzten Zeit abbilden zu können. Aber auch Korrosionstests
(Salzsprühnebeltest) oder Werkstoffprüfungen sind möglich. In einigen Fällen
hat auch der Kunde selbst Prüfstände, auf dem die fertige Baugruppe mit den
verbauten Wälzlagern getestet wird.
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Zeigt sich nach der
Validierung noch Optimierungsbedarf, werden die Musterlager aus den getesteten
Baugruppen ausgebaut und einer Schadensanalyse nach VDI-Richtlinie 3822 unterzogen.
Dabei werden nicht nur die bekannten Parameter nochmals hinterfragt, sondern
auch nach den bisher unbekannten Einflussfaktoren auf die Lagerperformance im
Test gesucht. Entsprechend formuliert die Anwendungstechnik
Verbesserungsvorschläge, die im Validierungsprozess erneut einer Überprüfung
unterzogen werden.
Alles in allem sieht das Unternehmen in seiner Anwendungsberatung mehr als nur einen Service. Sie ist vielmehr ein Versprechen, maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln, die den individuellen
Anforderungen der Kunden haargenau gerecht werden. Dabei schnüren die Ingenieure dem
Anwender ein Rundum-Sorglos-Paket.
FAQ: Anwendungsberatung bei Findling Wälzlager
1. Was leistet die Anwendungsberatung von Findling Wälzlager? Findling Wälzlager begleitet Kunden von der ersten Anfrage bis zur validierten Lagerlösung. Dazu gehören technische Analyse, Lebensdauerberechnung, Simulation, Auswahl der passenden Leistungsklasse, Sourcing, Bemusterung und bei Bedarf weitere Tests oder Optimierungen.
2. Warum sind detaillierte technische Angaben zu Beginn so wichtig? Je genauer die Informationen zur Anwendung sind, desto zielgerichteter kann Findling die passende Wälzlagerlösung entwickeln. Wichtige Faktoren sind unter anderem Belastung, Drehzahl, Temperatur, Schmierung, Abdichtung, Einbaubedingungen sowie radiale und axiale Abstützungen.
3. Welche Rolle spielt die ABEG-Methode? Die ABEG-Methode dient dazu, Wälzlager technisch und wirtschaftlich optimal auszulegen. Sie hilft, Über- oder Unterdimensionierung zu vermeiden und je nach Zielsetzung Kosten zu senken, Bauraum zu optimieren oder die Leistungsfähigkeit zu steigern.
4. Wie wird das passende Wälzlager ausgewählt? Auf Basis der gesammelten Daten berechnet Findling die Lebensdauer, simuliert die Anwendung und legt gemeinsam mit dem Kunden Leistungsklasse und Ausführung fest. Anschließend wird im Lieferantennetzwerk das technisch und wirtschaftlich passende Wälzlager ausgewählt.
5. Was passiert nach Bemusterung und Validierung? Nach der Bemusterung können je nach Projekt zusätzliche Prüfungen erfolgen, etwa Lebensdauertests, Korrosionstests oder Werkstoffanalysen. Zeigt sich Optimierungsbedarf, werden die Lager untersucht, mögliche Schadensursachen analysiert und Verbesserungsvorschläge für eine weitere Validierungsrunde erarbeitet.